Shadowmarch – ein Blick zurück

Wir schreiben den 1. August 2010 und selten habe ich mich so sehr darüber gefreut, alte Rezensionen aus dem Jahr 2008 aus dem Karton zu zaubern, um mir die Lesegefühle von einst wieder vor Augen zu führen. Zwei „dicke“ Bücher lagen Weihnachten 2007 unter dem Tannenbaum und haben ein grandioses literarisches 2008 eingeläutet. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, bis zum Erscheinen des dritten Buchs zu warten, aber da verlor ich die Selbstkontrolle und tauchte in die Markenlande ein.

 2008 Januar:

Die Grenze

„Jedes Licht zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang ist es wert, mindestens einmal dafür zu sterben“

In den Markenladen, dem Reich des uralten Herrschergeschlechts der Eddon, deuten dunkle Vorzeichen darauf hin, dass sich die alten Geschichten erfüllen. Hinter der Schattengrenze – in der Nebelwelt der Zwielichtzone sammeln sich die Quar, ein altes Elbenvolk, um gegen die Verdrängung durch den Menschen zu kämpfen. Im fernen Süden sammeln sich die Heere des Großen Xis um die Vormachtstellung des Diktators auch auf die Markenlande auszudehnen.

Im Auge des aufziehenden Orkans – ein mächtiger Herrscher mit großer Gefolgschaft? Nein – drei Königskinder, die nach der Entführung ihres Vaters versuchen, die Macht in der Hand zu behalten. Das Geschlecht der Eddons unter der Führung von Briony, der jungen Tochter des Königs – für viele Adelige unvorstellbar.

Und dann wird ein Kind gefunden, dessen Geschichte und Bestimmung nicht nur die Eddons mit aller Kraft in die Schattenlande zieht.

In bester Williams – Tradition geschrieben, entführt uns die Shadowmarch – Saga in eine eigene Welt. Alle Gedanken von „kennt man schon“ verfliegen schnell, herausragende Charakterzeichnungen und ein packender Handlungsfaden lassen den Leser in die Markenlande eintauchen und an der Seite von Briony und ihrem Beschützer, Hauptmann Ferras Vansen für die Freiheit und die Zukunft des Landes kämpfen.

2008 Februar:

Das Spiel

„Und sie brachten ein Kind hervor, das aus ihren beiden Melodien einen neuen, größeren Gesang machen sollte, einen seltsamen Gesang, der von da an durch die gesamte Geschichte der Jahre schallen sollte…“

Die Schattengrenze wird von einer riesigen Elbenarmee – den Quar – überschritten – ihr Ziel: die Südmarkfeste in den Markenlanden. Barrick – der einzige überlebende Sohn des Herrschergeschlechts der Eddons gerät in Feindeshand. Briony, seine Schwester ist gezwungen, die heimatliche Burg zu verlassen, um in der Fremde Unterstützung zu finden. Der Kreis schließt sich schneller als vermutet – aus dem Süden stoßen die fremden Heere des Autarchen in Richtung Markenlande vor – ein blutiger Eroberungszug. Können die Königskinder, voneinander getrennt, und doch im Geiste vereint das Schicksal der Markenlande zum Guten wenden, oder versinkt ihre Heimat im Chaos?

Furioser zweiter Teil der Saga. Nach Shadowmarch und Shadowplay wird die Geschichte mit Shadowrise fortgesetzt – sehnsüchtig erwartet. Halte aus – Briony….

Wer den Drachenbeinthron und seine Fortsetzungen liebte wird auch in dieser Geschichte eintauchen und vielleicht sogar versinken…

Tad Williams in der kleinen literarischen Sternwarte: hier

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