Jacob beschließt zu lieben

In der Weltliteratur gibt es einen Jungen, der beschloss, nicht mehr zu wachsen, um dem Irrsinn der Welt zu entfliehen. Mit einer Trommel aus Blech bewaffnet wird er zum Symbol der Verweigerungshaltung gegenüber dem Unabwendbaren. Oskar Matzerath beschloss ein Kind zu bleiben. Die Blechtrommel gelangte zu Weltruhm.

Jacob beschließt zu lieben

Mehr als ungewöhnlich mutet der Titel des Romans von Catalin Dorian Florescu an. Rational eine emotionale Ebene anzustreben scheint ebenso unmöglich, wie sich des Wachstums zu verweigern. Assoziativ gehen Jacob und Oskar Hand in Hand durch die gleiche Epoche der Weltgeschichte. Jeder auf seine Weise, beide unverwechselbar. In meinem Herzen sind sie sehr eng miteinander verbunden. Nicht nur der gemeinsame Geburtszeitpunkt Anfang der zwanziger Jahre und die Erzählperspektive aus Sicht der fünfziger Jahre, auch die näheren Umstände der Geburten lassen mich die Nähe der beiden Protagonisten zueinander fühlen.

In einem monumentalen Gemälde beschreibt Florescu nicht nur das Leben des Banater Deutschen Jacob Obertin, sondern entführt uns in seinem Roman in die mehrere Generationen umfassende Geschichte der ganzen Familie. Hierbei spannt er den erzählerischen Bogen vom Dreißigjährigen Krieg bis in die frühen fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Jedes Kapitel muss beschrieben werden, um die Auswirkungen zu begreifen – jede Seite ist wichtig um Verstehen zu können, warum und wie Menschen handeln und warum manchmal sie es manchmal einfach unterlassen. Der Roman zeigt gerade durch diese epochale Klammerbewegung auf, woran es liegen mag, dass man zum falschen Zeitpunkt einfach am falschen Ort ist.

Jacobs Vorfahren glaubten an die neue Welt, verließen im 18. Jahrhundert die Enge und Armut eines kleinen Dorfes in Lothringen und führten viele Gleichgesinnte nach Rumänien. Dem Versprechen des österreichischen Monarchen folgend, im Banat als Siedler ein Leben jenseits des Hungers führen zu können. Deutsch musste man sein, katholisch und möglichst verheiratet. Dem entsprachen die Obertins und der große Sprung in die Fremde gelang. Viele gingen fort.

Sie gründeten neue Siedlungen und etablierten sich in einer nicht immer freundlichen Umgebung. Triebswetter – diesen Namen gaben sie ihrer neuen Heimat, in der sie doch immer Fremde bleiben sollten. Als Banater Schwaben schrieben sie Geschichte.

Viele Wege in die Fremde….

Die Weltgeschichte machte es ihnen schwer. Als Deutsche in Rumänien zu leben war schon problematisch genug. Dies jedoch an der Schwelle zum Zweiten Weltkrieg zu überleben war schier unmöglich. Jacob wächst in einer Umgebung auf, die durch einen harten Überlebenskampf gekennzeichnet ist. Gewalt- und Opferbereitschaft gehen Hand in Hand und die Besitznahme von Land und Menschen ist eine Lebensversicherung und gehört zum kargen täglichen Brot.

Jacob ist schwächlich, unbegabt und entspricht in keiner Weise den Vorstellungen seines Vaters. Dieser hatte selbst vorgemacht, wie man überlebt, sich Besitz und eine Frau aneignet und durch gelebte Stärke den Fortbestand von Haus und Hof sichert. Keine Zugeständnisse und wo erforderlich, selbstlose Gewalt als erstes Mittel. Nur so war das Überleben kein Spiel, sondern eine Chance.

Und die geeigneten Opfer sind immer schnell gefunden – Einheimische, Juden und Zigeuner – einfach jeder, der dem Zweck nicht dient, ist ein Feind.

Und Jacob erfüllt keinen Zweck. Nicht den Geringsten.

Im Krieg nehmen die Zufälle des geschichtlichen Irrsinns unkontrollierbare Formen an. Selbst für Jacobs Vater. Deportationen, Unterdrückung und drohender Genozid, all dies richtet sich nicht mehr nur gegen die „üblichen“ Verdächtigen sondern im Zuge der siegreichen sowjetischen Armee nun auch gegen die Banater Deutschen. DÜberleben wird zum Zufall. Kommunismus zum Rahmen – Besitzlosigkeit zum Programm.

In dieser Umwelt wächst Jacob über alle Dimensionen hinaus. Er hat der Gewalt und der Vernichtung nichts entgegenzusetzen als sein reines Herz und den Willen, lieben zu können. Unbefangen in der Lage, das Gute zu sehen, es zu fühlen und ohne Vorbehalte einfach Wärme leben zu können. Unbewusst und mit wahrem Gefühl. Auch noch, als ihn sein Vater ans Messer liefert!

Es wird sich zeigen, welcher Weg derjenige ist, der das eigene Überleben sichert, wie viele Verletzungen überstanden werden können und wie schwer der erlebte Verrat des eigenen Vaters wiegt. Wie viel Verlust kann ein liebender Mensch ertragen? Vergebung und Zuneigung sind die einzigen Waffen Jacob Obertins – und er führt sie meisterlich gegen die erdrückende Übermacht der rohen Gewalt.

Jacob Obertins Geschichte macht Mut – sie ist eine Ballade vom gewaltlosen Kampf und dem Mut, sich zu seinen Schwächen zu bekennen. Gerade darin liegt die Stärke.

Oskar Matzeraths einzige Schwäche war seine Größe – Jacob Obertins Schwäche ist die Größe seines Herzens – Zwei Schwächen in der Weltliteratur. Die Größe.

Jacob beschließt zu lieben – Eine Empfehlung…

Schon während des Lesens und beim Schreiben der Rezension entstand bereits der erste Kontakt zu Catalin Dorian Florescu und wir beschlossen, uns auf der Leipziger Buchmesse zu einem Interview zu verabreden. Es kam jedoch alles ein wenig anders….

Catalin Dorian Florescu - Begegnungen

Catalin Dorian Florescu – Begegnungen

Leipzig – 2011

Ein Gesprächstermin mit Catalin Dorian Florescu. Halle 4, Stand A 111 C.H. Beck Verlag. Eigentlich einfach, sollte man denken. Ist ja nicht unser erstes Interview. Und dazu noch ein ganz gemütliches auf der Buchmesse. Lange verabredet und der Autor selbst ist kein Unbekannter mehr. Es gab viele Telefonate und Mails im Vorfeld, also was sollte da schon schiefgehen?

Alles.

So einfach ist das. Erstens war ein kleiner Unfall dafür verantwortlich, dass wir Catalin nicht auf dem Gelände der Buchmesse treffen konnten. Hotel Penta, Innenstadt, lautete das neue Missionsziel. Wir beide also ab in die Straßenbahn und von da an konnte es nur besser werden.

Weit gefehlt! Sehr weit.

In der Lobby nun die erste persönliche Begegnung mit Catalin. Überaus herzlich. Ehrlich. Mehr als freundlich. Den Weg in eine gemütliche Sitzecke gemeinsam gehend, beginnt er zu erzählen. Eine sanfte Stimme, eindringlich mit Überzeugungskraft. Kein Blatt Papier weit und breit. Nur Ohren zum Hören und Augen zum Sehen. Fast peinlich berührt wirkt Catalin vom Umstand, uns vielleicht Umstände bereitet zu haben.

Uns gegenüber sitzend spricht er weiter, unsere Fragen saugt er auf wie trockener Boden das Wasser und lässt in den Antworten ganze Plantagen aus Bildern entstehen. Papier ist jetzt da, aber die Fähigkeit zu notieren geht verloren. Das zu verknappen, zu reduzieren oder falsch wiederzugeben, was er uns an Worten schenkt ist ein zu großes Risiko und wir geben auf.

Catalin Dorian Florescu - Begegnungen

Catalin Dorian Florescu – Begegnungen

Geben uns hin und hören – fragen – hören und sind gefangen.

Catalin Dorian Florescu spricht über den Beginn des Schreibens, spricht über den ersten Moment einer Geschichte und vergleicht diesen mit dem Keim einer Idee, in der sich ein Körnchen Schönheit verbirgt, das es zu entwickeln gilt. Er spricht über seine bisherigen Bücher und lässt den Blinden Masseur und Zaira vor unseren geistigen Augen erscheinen. Mit Wehmut, Leidenschaft und aller Liebe zu der ein Schriftsteller fähig ist.

Er spricht über Jacob und die Banater Schwaben. Über eine von Deportation und Unglück gekennzeichnete Epoche. Er spricht voller Zuneigung und Ehrfurcht gegenüber Menschen in dieser Situation. Er spricht über das Triebswetter in seinem Roman. Er ist determiniert, weiß worauf er erzählend hinaus will, wo er enden möchte und wie er seine Figuren entwickeln kann. Und dabei ist er Erzähler fiktionaler Geschichten – und genau das bleibt er. Ein Geschichtenerzähler – kein Sachbuchautor.

Catalin Dorian Florescu - Begegnungen

Catalin Dorian Florescu – Begegnungen

Nein – das ist kein Interview.

Wir sitzen einem interessanten Menschen gegenüber, der sich auf der Basis der oralen Erzähltradition in seiner Sprache ebenso sicher bewegt, wie im geschriebenen Wort. Catalin ist ein Begegner. Nichts unterscheidet ihn von dem Menschen, der mit geübter Hand und wachem Verstand den Keim seiner Idee schreibend zur Blüte bringt. Das Erzählen ist Samen und Expressivität seiner eigenen Persönlichkeit zugleich.

Für ihn gibt es nur einen graduellen Übergang zwischen Schrift und Sprache. Er sieht sich in der Reihe der Menschen, die in der Lage sind, große Geschichten auch am Lagerfeuer so zu erzählen, dass sie zur Überlieferung werden. Catalin benötigt kein Buch. Nicht wirklich. Man muss nur hören können.

Er spricht davon, wie aus Bildern der reinen Vorstellungskraft Szenen werden, die eine Kraft erzeugen, die für den künftigen Leser eine ganz besondere Bedeutung hat. Sein Geheimnis liegt darin verborgen, eben genau diese Magie des Augenblicks zu finden und dort zu beginnen, wo man sich als Leser oder Zuhörer nicht mehr entziehen kann – und nicht mehr entziehen möchte. Zum Magier wird er selbst.

Die Atmosphäre in der Lobby verdichtet sich zusehends. Catalin ist aufmerksam, verbindlich und fordert aktives Zuhören ein, indem er zu Fragen anregt – zum Denken. Kein Wort ist zufällig, nichts bleibt ohne Tiefe und Bedeutung. Alles ist von Emotion und Leidenschaft geprägt. Er nimmt uns ernst. Gefühle und Gedanken. Umfassend.

Auf die politische Dimension seines Romans angesprochen, mit Aussagen einiger Kritiker aus dem Banat konfrontiert wird Catalin leise und nachdenklich.

„Ich bin absichtslos formend. Politisch werden Geschichten nur dadurch, dass sie ihre Wirkung entfalten.“

Die Worte, die ich hier niederschreibe werden dem Gespräch nicht gerecht. Meine Gedanken werden der Begegnung beileibe nicht gerecht. Beides wirkt nach und bleibt bestehen. Bis zu einem Wiedersehen. Vielleicht in Leipzig. Vielleicht gemeinsam. Ja.

Denn 2016 steht im Zeichen von Catalin. „Der Mann, der das Glück bringt“ bringt uns wieder zusammen. 

Catalin Dorian Florescu - Der Mann, der das Glück bringt - Zum neuen Buch

Catalin Dorian Florescu – Der Mann, der das Glück bringt – Zum neuen Buch

Eine Jugend im Krieg – ein Doublefeature

Krieg ist nicht nur Teil der Vergangenheit oder abstrakter Gegenstand der Literatur, die wir im Laufe des Jahres lesen. Er ist auch in diesem Jahrhundert Bestandteil unserer modernen Gesellschaft. Das Wort beginnt wieder „salonfähig“ zu werden. Politiker verlieren zunehmend die Scheu und Fassungslosigkeit, das beim Namen zu nennen, was keinen anderen Namen verdient.

Unsere Sprache greift zurück auf das unfassbar Fassbare – auf Worte, die keinerlei Interpretation mehr bedürfen und trotzdem nicht leicht über die Lippen kommen. Keinesfalls.

Wir finden keinen Gefallen am “Gefallen” – aber das Wort ist wieder da! Dies war schon zu Zeiten des Ersten Weltkriegs so, als junge Autoren wie Ernst Jünger in den Schützengräben Europas gehetzt ihre Tagebücher führten, um sich später Gehör zu verschaffen.

Mr. Rail: Vor 100 Jahren – Ernst Jünger – Das Kriegstagebuch

Heute kehren wieder junge Menschen aus Kriegen zurück. Auch heute versuchen sie sich wieder Gehör zu verschaffen oder schreibend von Erlebtem zu befreien und vielleicht sind auch unter ihnen die zukünftigen Literaten zu finden, deren klarer Blick sich in ihren noch zu schreibenden Werken wiederfindet.

Wir sollten ihnen zuhören, so wie man Ernst Jünger zugehört hat, so wie man Erich Maria Remarque zugehört hat – anfangs um zu lesen, wie es jungen Männern und Frauen im Krieg erging und dann schließlich um zu lesen, welch große Worte dort entstanden, wo tiefste Sprachlosigkeit herrschte. Nichts wird beschönigt, nichts dramatisiert und niemand schreibt, um sein Ego auszuleben. Und einen Krieg verherrlicht schon lange niemand mehr!

Binea: Heute – ein Fallschirmjäger in Kunduz

Literatwo baut eine Brücke über fast 100 Jahre Welt- und Kriegsgeschichte. Unsere Botschaft lautet dabei ganz einfach: Zuhören – niemals aufhören Zuzuhören. Mehr Kann man nicht fordern und darum bitten wir aufrichtig!

Wir

Besucht unsere beiden – fest miteinander verwobenen Artikel zu diesem Thema im Blog.Lovelybooks und sagt uns Eure Meinung!

Mr. Rail: Das Kriegstagebuch von Ernst Jünger und
Binea: Ein Fallschirmjäger in Kunduz

BOY 7 – Ein Roman wirft eine Frage auf…

Stell Dir vor, du kommst auf einer glühend heißen, kahlen Grasebene zu Dir und Du weißt weder, wohin Du unterwegs bist, noch, woher Du kommst.

Du weißt nicht einmal, wie Du heißt. Die einzige Nachricht auf Deiner Mailbox stammt von Dir selbst:

„Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei.“

Wer bist Du? Wie bist Du hierhin geraten? Und wem kannst Du vertrauen?

Diese Einleitung in Verbindung mit dem appetitanregenden Klappentext haben Literatwo dazu gebracht, BOY 7″ gemeinsam zu lesen und zu einem wichtigen Gesprächsthema zu machen. Inhaltlich wäre es fatal, zu viel zu verraten – jedenfalls an dieser Stelle. Man sollte sich auf das Buch einlassen, der Konstruktion der Geschichte vertrauen und sich dann  jedoch nicht wundern, wenn sie zupackt. Die Handlung – unnachgiebig!

Unsere Rezensionen haben wir gleichzeitig zu diesem Bericht im Forum Lovelybooks eingestellt, um einen voneinander unabhängigen Blick auf den Roman zu ermöglichen. Viel wichtiger ist uns in diesem Zusammenhang allerdings die zentrale Leistung des Buches und die Gedanken, die es bei uns ausgelöst hat!

Aus Mr. Rails Buchbesprechung:

Diesem Buch gelingt, wozu nur wenige Romane in der Lage sind. Man konsumiert sie nicht – man reflektiert von Seite zu Seite, von Wort zu Wort. Während des Lesens denkt man sich selbst. Bei jedem Schritt des Jungen geht man den eigenen. Bei jedem Problem blickt man tief in sich hinein. Die zentrale Frage, die umtreibt und beschäftigt lautet immer wieder:

„Wenn ich wüsste, dass ich Morgen nichts mehr weiß, was würde ich wissen müssen, um überleben zu können!“

Welche meiner Lebensinformationen sind verzichtenswert, welche lebensnotwendig? Welche subjektiven Erfahrungen können mich retten, welche Fähigkeiten stellen sich automatisch ein und welche meiner Gefühle sind DIEJENIGEN, ohne die das Leben nicht mein Leben wäre? Was hätte ich mir zu sagen, wenn ich mir eine Nachricht zukommen lassen wollte? Was würde ich mir schreiben? Mit welchen Faktoren müsste ich mich begnügen, um ein Mindestmaß an Identität zurück zu erlangen. Und was wäre gut versteckt in meinem (Über)Lebensrucksack? (weiterlesen…)

Mr. Rails Packliste findet ihr auf der folgenden Tafel:

Überlebenswichtig für Mr. Rail

Aus Bineas Buchbesprechung:

Wer bin ich?
Wie bin ich hier her gekommen?
Warum schmerzt mein Knöchel?
Weshalb habe ich auf meine Mailbox gesprochen?
Wo geht es nach Hause?

Fragen nach der eigenen Identität, wie man handeln würde und was wäre, wenn man morgen feststellt, dass man nichts weiß, nicht mal über sich selbst, beschäftigen. Die Autorin präsentiert dem Leser einen Thriller, der keine großen blutigen Morde benötigt, der ohne verstörend brutale Grausamkeiten auskommt.

Ein Roman, der unendlichen Stoff zum Diskutieren bereithält, denn wie würdest du leben, wenn du morgen nichts mehr weißt? An was würdest du dich morgen gern noch erinnern können oder wärst du eher froh, einiges für immer aus dem Gedächtnis gelöscht zu haben? (weiterlesen…)

Bineas Überlebensrucksack ist mit folgendem Inhalt gepackt – zumindest virtuell:

Überlebenswichtig für Binea

Wir möchten die zentrale Frage, die aus dem Roman „BOY 7“ bis in unser reales Leben reicht,  gerne an Euch weitergeben. Wir haben sie für uns beantwortet und festgestellt, dass uns mehr ausmacht, als ein paar praktische Informationen. Wir sind mehr als Zahlencodes oder Ausweispapiere, obwohl man diese wohl wirklich zwingend benötigt.

Wir definieren uns in besonderer Weise über die Gefühlsebene und hoffen inständig, dass wir an den Orten unseres Lebens, mit den Büchern unseres Lebens und den Erinnerungen und Emotionen unseres Lebens erst richtig in der Lage sind zu begreifen, welches Leben wir führen und wer wir wirklich sind.

„Wenn Ihr wüsstet, dass Ihr Morgen nichts mehr wisst, was würdet Ihr wissen müssen, um überleben zu können?“