And the Oscar goes to….

Die Oscar-Verleihung mit Mr. Rail

Die Oscar-Verleihung mit Mr. Rail

Es ist wieder einmal soweit. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 2012 findet im altehrwürdigen Kodak Theatre in Los Angeles die Oscarverleihung 2012 statt. Damit werden zum 84. Mal seit 1929 die begehrtesten Trophäen der Filmindustrie vergeben. Die Gala-Veranstaltung wird in diesem Jahr vom Schauspieler und Komiker Billy Crystal moderiert.

Dabei werden die Gewinner wieder mit der Formel „And the Oscar goes to…“ auf die Bühne gebeten und nicht mehr mit dem Spruch „And the Winner is…“ in ewigen Filmruhm befördert. Diese Neuerung ist gar keine, da der Oscar-Slogan seit Anbeginn der Golden-Boy-Zeitrechnung verwendet und lediglich für 22 Jahre von seinem inzwischen abgelösten Nachfolger abgelöst wurde.

Literatwo begibt sich in diesem Jahr erstmals auf filmisches Terrain, da wir uns riesig darüber gefreut haben, dass ausgerechnet eine Literaturverfilmung als Favorit ins Oscar-Rennen geht. Wir haben in einem ausführlichen Artikel über diese kleine Sensation geschrieben und den Weg von

„Die Entdeckung des Hugo Cabret“

von Brian Selznick bis zu Martin Scorsese`s dreidimensionalem Kunstwerk „Hugo“ begleitet.

Martin Scorsese`s Literaturverfilmung „Hugo“ 11mal nominiert…

Auszeichnungen im visuellen Bereich – aber keine Hauptkategorie…

Mit insgesamt 11 Nominierungen im Gepäck sitzen die Filmgewaltigen um den Erfolgsregisseur Scorsese heute Nacht im Kodak Theatre und können es wohl kaum noch erwarten, bis der jeweilige Laudator den magischen Satz verlauten lässt: „And the Winner is…!“ So wird es uns auch gehen. Als Liebhaber des einzigartigen Buches und immer noch begeistert von der Qualität dieser filmischen Adaption eines mehr als visuellen Kinderbuches wären wir für jeden einzigen „Golden Boy“ dankbar, mit dem dieser Film ausgezeichnet würde.

Wir drücken all unsere Daumen – in allen Dimensionen – Literatwo fiebert mit!

Ein gewagtes Projekt – ein Stummfilm mit 10 Nominierungen… „The Artist“

Der Gewinner des Abends – bester Film, Regie, Hauptdarsteller….

Nicht nur „Hugo“ hat in diesem Jahr meine Aufmerksamkeit erregt – oder vielleicht lag es doch irgendwie an Brian Selznick, dass mich der 10fach nominierte Stummfilm „The Artist“ ins Kino gelockt hat. Eine Hommage an das frühe Kino und die schwierige Phase im Übergang zum Tonfilm haben hier ein einzigartiges Meisterwerk auf unsere Kinoleinwände gezaubert.

Kein Wort zu wenig – keine Spur davon, dass man Geschichten nur mit guten Dialogen erzählen kann – kein Hauch fehlender Faszination. Nichts hat diesem Film gefehlt – alles hat ihn hervorgehoben aus der Masse der knallbunten Effektfilme unserer Zeit. Allein die schauspielerische Leistung der Akteure zeigt, was wahres und großes Kino auch heute noch ist. Zuschauer mit einem Blick zu fesseln und zum Weinen oder Lachen zu bringen.

Und was Selznick damit zu tun hat? „Hugo“ ist ebenfalls eine Hommage für das stumme Kino in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts und Ende März erscheint mit „Wunderlicht“ ein neues Buch des Erfolgsautors. Ebenfalls reich illustriert beschreibt es die Schwelle zwischen Stumm- und Tonfilm – im Mittelpunkt: Ein taubes Mädchen, dem durch die neue Technik das einzige Medium verloren geht, bei dem sie ebenso normal wie ihre Umgebung scheint….

Wunderlicht – mit einem Klick zur Buchvorstellung…

„Wunderlicht“ wird auch Literatwo in sanften Schimmer hüllen… die Druckfahne liegt uns vor und wir staunen allein beim Blick auf die einfühlsamen Bilder…

Steven Spielberg reitet mit „Warhorse“ auf die Bühne – 6 Nominierungen…

Ein toller Film – aber kein ausgezeichneter…. Schade

Ganz zuletzt hat es mich noch in einen klassischen, guten alten Spielberg getrieben. Die große Leinwand benötigt dieser Kultregisseur und auf dem Fernseher bleibt einiges des cineastischen Feuerwerks aus seinem Ideenfundus einfach auf der Strecke. (Wenn auch einige Fernesehgeräte inzwischen deutlich größer sind, als das Kino 18 oder 19 eines modernen „Multiplexes“).

„Gefährten“ heißt das mehr als zweistündige Epos, das vom harten Leben kleiner englischer Pächter, von der großen Leidenschaft eines großen Jungen zu seinem ersten Pferd, vom unermesslichen Leid des Verlustes und den Schrecken des Ersten Weltkrieges erzählt. Als Kavalleriepferd wird jener Gefährte zum „Warhorse“ und durchlebt in wechselndem Licht des Schreckens alles Menschen- und Tierunwürdige eines Grabenkrieges.

Pathos und Ethos geben sich hier die Hand und emotionale Momente des Bangens wechseln abrupt mit denen des Grauens. Ein großer Film – und in all seiner Güte auch mit 6 Nominierungen (u.a. Bester Film) auf die große Bühne der Oscarverleihung gehoben. Spielberg ist und bleibt Spielberg…

astrolibrium warhorse winner morgen

Eines jedoch hat mich lange nach dem Kinobesuch beschäftigt: Die Frage nach dem „Woher kenne ich den Schauspieler bloß…?“

Ein Gesicht hat sich mir im Film „Die Gefährten“ besonders eingebrannt und ich wurde lange Zeit das Gefühl nicht los, als würde ich den Schauspieler sehr gut kennen. Aber denkt ihr, ich wäre darauf gekommen, wer das ist?  Inzwischen habe ich die Lösung gefunden und ich war absolut fasziniert, da ich mehr als angenehm überrascht war. Kennt ihr den jungen Mann irgendwoher?

Woher kam mir dieses Gesicht aus dem Film „Warhorse“ nur so bekannt vor?

Das Rätsel wurde auf Facebook gelöst…. überrascht?

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