Das große Hobbit-Buch

Das große Hobbit-Buch von J.R.R. Tolkien

Das große Hobbit-Buch von J.R.R. Tolkien

In meinem ersten großen Hobbit-Spezial habe ich euch bereits auf das große Tolkien Jahr eingestimmt. Seitdem wandern wir alle gemeinsam durch die unendlichen Weiten des Auenlands. Die malerische Landschaft aus Tolkiens Phantasie hält uns gefangen und hinter jedem Baum, hinter jedem Hügel und hinter jeder Flussbiegung erwartet uns eine neue Überraschung.

Zwerge, Elben, große Zauberer und gefährliche Drachen machen diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am Ziel unserer Reise wartet dann ein Kinoerlebnis der besonderen Art auf uns. Peter Jackson bringt zum Jahresende den Hobbit auf die Leinwände der Welt.

In enger Anlehnung an die Hobbit-Ausgaben aus dem Hause Klett Cotta werden wir ihnen begegnen, unseren kleinen mutigen Weggefährten, die mit allem Mut gegen die aufziehenden Schatten über ihrer Heimat kämpfen. Ohne diese epische Vorgeschichte hätte es den Herrn der Ringe nie gegeben, hätten die Gefährten nie zusammengefunden und wäre die Suche nach dem „einen Ring“ nicht so dramatisch verlaufen.

Die ist nicht nur ein Buch - Dies ist das große Hobbit-Buch

Die ist nicht nur ein Buch – Dies ist das große Hobbit-Buch

Der Hobbit – der Beginn einer zur Legende gewordenen Geschichte.

Rechtzeitig zur Einstimmung auf das große Ereignis erscheinen bei Hobbit Presse eine Vielzahl von neu übersetzten und überarbeiteten Werken von J.R.R. Tolkien. Für Neueinsteiger und absolute Liebhaber – jede Lesergruppe findet im Verlagsprogramm einen ganz besonderen Schatz.

Das große Hobbit-Buch ist hierbei mehr als ein Standardwerk zum Thema. Es beinhaltet den gesamten Text der Hobbit-Erzählung und veröffentlicht darüber hinaus in mehr als aufwendigem Layout Zeichnungen und Skizzen, die ebenfalls aus der Feder des großen Tolkien stammen. So kann man sich (wenn man das mag) einerseits auf das Lesen des Hobbit beschränken, oder andererseits auf eine besondere Entdeckungsreise begeben.

Anmerkungen und editorische Hintergründe vervollständigen das Gelesene und ordnen es liebevoll und locker geschrieben in den Kontext des Tolkien`schen Schaffens ein, wobei die Zeichnungen des großen Meisters die Tür zu seiner wundervollen Welt öffnen. Seine Worte vermögen ein Gemälde des Auenlandes entstehen zu lassen – seine eigenen Zeichnungen zeigen uns, wie nah er uns mit seinen Beschreibungen an seine Vorstellung heranbringt.

Das große Hobbit-Buch - Wort und Bild erzeugen Wortbilder der Phantasie

Das große Hobbit-Buch – Wort und Bild erzeugen Wortbilder der Phantasie

Dieses große Buch ist ein Muss in jeder gut sortierten Hobbit-Bibliothek und ein tolles Werk zur ersten Annäherung an das umfassende Werk J.R.R. Tolkiens. Auch lange nachdem man Bilbo im Auenland verlassen hat, kann man wieder tief in dieses Buch eintauchen, nach Besonderheiten suchen und in der umfassenden Einleitung viel über das Gesamtwerk Tolkiens neu entdecken oder zum ersten Mal erlesen.

Auch von diesem Schatz werden wir uns trennen, da wir euch nicht nur an unseren Gedanken, sondern auch an unseren Büchern teilhaben lassen wollen.

Der „Hobbit in großer Schrift für kleine Leute“ hat bereits eine gediegene neue Heimat gefunden und nun gilt es, das richtige Bücherregal für das große Hobbit-Buch zu finden. Es muss tragfähig sein und es wäre schön, wenn sich dieses Buch der besonderen Wertschätzung seines neuen Besitzers erfreuen könnte.

Das große Hobbit-Buch ist nicht leicht zu erringen... drei Dinge müsst ihr finden...

Das große Hobbit-Buch ist nicht leicht zu erringen… drei Dinge müsst ihr finden…

Es gilt sich also zu konzentrieren und Teil einer geheimnisvollen Suche zu werden. Wichtige Gegenstände spielen im Hobbit eine große Rolle. Ohne sie wären die Hobbits, Elben und Zwerge verloren und wir suchen drei dieser magischen Dinge.

In drei Zitaten aus dem „Hobbit“ werden sie genannt, allerdings nicht bei ihrem Namen. Und genau diese Namen solltet ihr finden – das kleine Kreuzwortmuster im Bild kann ein wenig helfen… aber nur ein wenig:

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Elrond sagte: „Dies hier, Gandalf, ist _______, der Feindhammer, den der König von Gondolin vor Zeiten trug. Haltet sie gut!“

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„Die Elben hatten es ______ genannt, Orkspalter, aber die Orks nannten es einfach „Beißer“. Sie hassten es, und den, der es trug, hassten sie noch mehr.'“

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Sein Schwert wischte er am Gras ab und steckte es zurück in die Scheide. „Ich will dir einen Namen geben“, sagte Bilbo zu seinem Schwert. „Du sollst ______ heißen.“ Dann machte er einen Erkundungsstreifzug. Der Wald war stumm …

Nicht alles was Gold ist glänzt. Nicht jeder Verirrte verliert sich.

Nicht alles was Gold ist glänzt. Nicht jeder Verirrte verliert sich.

Nun ziehet los in die geheimnisvollen Lande – suchtet nach Zeichen der drei großen und mächtigen Dinge, ohne die das Auenland verloren wäre. Befragt die Wesen am Wegesrand nach Spuren, vergrabt euch in Bücher und Texte oder lauscht den alten Erzählungen  der Weisen von Mittelerde. Eilt alleine oder in Gemeinschaft von Weiler zu Weiler – achtet auf euch und eure Gefährten.

Aber was auch geschehen mag – eilet und suchet… Lasset keinen Stein auf dem nächsten, keinen Verdacht unausgesprochen und schickt uns Kunde zu Eurem Versagen oder dem großen Erfolg. Am Ende des Weges wartet das große Buch auf euch und seid gewiss, nur der Mutigste unter euch vermag es zu erringen.

„Es ist eine gefährliche Sache, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“

Nur einer von euch... der Mutigste.... nur einer....

Nur einer von euch… der Mutigste…. nur einer….

Lasst Euch Zeit – das Auenland ist groß. Kommentiert diesen Artikel, als äußeres Zeichen eurer inneren Suche nach den magischen Dingen (und wir haben dann den Blick darauf, dass ihr nicht verloren geht) und schickt uns bis einschließlich Donnerstag den 3. Mai 2012 eine Mail mit den gesuchten Begriffen an Literatwo@aol.de

Wir wünschen viel Erfolg und seid wachsam – grausame Drachen könnten euren Weg kreuzen. Wir werden auf euch warten. Sollte euch übrigens die Stimme des schlimmsten Drachens bekannt vorkommen – so wäre dies nicht ungewöhnlich, hat doch ausgerechnet unser britischer Lieblings-Sherlock-Schauspieler seine Stimme verliehen. Benedict Cumberbatch spricht Smaug in der Hobbit-Verfilmung von Peter Jackson… Wir freuen uns schon auf die Originalfassung 😉

Dieser Drache ist gut bei Stimme - Smaug ist Benedict Cumberbatch

Dieser Drache ist gut bei Stimme – Smaug ist Benedict Cumberbatch

Aktualisierung: Hier geht es zur Auflösung und dem Gewinner des „Großen Hobbit-Buches“…

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David Foster Wallace – The Pale King – eine Kolumne

David Foster Wallace – Eine Kolumne

Es sind schwere Tage für Fans von David Foster Wallace. Vielleicht sind es sogar schwere Tage für die Anhänger der US-amerikanischen Literatur im Allgemeinen. Ja, vielleicht ist dies so. Zweifellos jedoch sind es schwere Tage für mich, da ich etwas fühle, das ich mir seit Davids Selbstmord im Jahr 2008 niemals vorstellen wollte.

Es ist noch dunkler geworden.

Durch seinen tragischen Freitod wurde mir das literarische Herz herausgerissen. Seitdem trage ich, um in Davids eigenen Bilderwelten zu bleiben, ein transplantiertes Außenkunstherz in einer Designerhandtasche mit mir durchs Leben – nur durch eine künstliche Lebensader für alle Zeiten mit meinem Körper verbunden. Und nun kommt ein dahergelaufener Straßendieb vorbei, entreißt mir die Handtasche und wirft sie, für wertlos und inhaltsleer befunden, in den nächstbesten Müllcontainer. Meinen Herzschlag höre ich nur noch leise und blechern in weiter Ferne, während es beginnt dunkel zu werden.

Eine herzlose letzte Nacht… Xenos

David Foster Wallace – Die Wortwolke meines Leselebens

Mein Bücherherz

…versorgte meinen Organismus mit dem lebenswichtigsten Elixier, ohne das ich verdorrt wäre, wie ein Baum in der Wüste. Mit Phantasie. Mit regelmäßigen Stößen pumpte es Ideenbilder und Wortfluten in meinen Geist und hielt mich so am Leben. Meine Träume und Hoffnungen waren durch Leseadern mit diesem Herzen verbunden.

Die größte Kammer meines Leselebensherzens bewohnte David Foster Wallace. Seine Gedanken bereicherten mich täglich, halfen mir, die Perspektive zu wechseln und Wege zu beschreiten, die mich nicht spurlos am Sandstrand der Weltliteratur wandeln lassen würden. Mit seinen Büchern wurde Am Beispiel des Hummers aus meinem Lesen ein Unendlicher Spaß, der mich ein „Kleines Mädchen mit komischen Haaren“ finden ließ, die mir seit Jahren zuflüstert Alles ist grün. Am Ufer meines Büchermeers rief er mir zu: Das hier ist Wasser und stiftete mich so zum Denken an. Er war der unglaublich neue „Besen im System“, der in mir so gut gefegt hatte, dass die entstandene Leere durch ausgewählten Inhalt ersetzt wurde.

Seit Jahren kehre ich nun die letzten Reste seiner Geschichten und Fragmente zusammen, um die Sprachlosigkeit zu überwinden, in die er sich selbst am 12. September 2008 begab. Am Ende seines Weges – am Ende seiner Depression – am Ende der Wirkung aller Medikamente und wohl auch am Ende seines Schaffens. Es ist der Tag, an dem mein Bücherherz gebrochen wurde.

David Foster Wallace – Lebensbücher- Herzensbücher

Das Kunstherz

…hält mich seither am Leben. Das teure Implantat aus der intensivliterarischen Abteilung des KiWi-Verlages wurde von meinem Körper nicht abgestoßen und pocht gewaltig. Der Umstand, dass ich es in einer Designertasche tragen muss, belastet mich wenig, da sie Platz genug für Herz und Bücher bietet. Das Organ enthält alle genetischen Fingerabdrücke meines vormaligen Herzens und nährt mich mit Hoffnung. Es hält mich mit sanften Stößen am Leben und unser gemeinsames Ziel war es, auf „The Pale King“ zu warten – genau bis zu diesem Tag nicht ideen- und phantasielos am Leseleben vorbeizutreiben.

Als großer Gegenentwurf zum „Unendlichen Spaß“ mäanderten die Manuskriptseiten, Post-Its und Notizzettel zu diesem Roman in der Garage des Anwesens von David Foster Wallace. Die Langeweile sollte das Leitmotiv des Werkes sein und was wäre da besser geeignet gewesen, als die langatmige Karriere junger Menschen in der amerikanischen Steuerbehörde.

Dieser Nachlass wurde gesichtet, geordnet und zu dem zusammengefügt, was David zu Lebzeiten nicht vollenden konnte. Zu einer Vernissage durch ein unfertiges Buch. Und doch strahlen die Botschaften und Lehren, die Weisheiten und der Stil auch aus diesem Roman heraus in unser Leben hinein. Wallace`s Protagonisten, die zuvor am unendlichen Spaß zugrunde gingen, sollten jetzt in der langweiligen Realität des Lebens zur Basis des Seins zurückfinden.

Das hier ist Wasser – Eine Anstiftung zum Denken – David Foster Wallace

Dafür sprechen die Aussagen seiner zur Legende gewordenen Rede „Das hier ist Wasser. Den Alltag überleben, so lautete seine zentrale Botschaft. Er selbst hat dies nicht geschafft.

„Die wirklich wichtige Freiheit erfordert Aufmerksamkeit, und Offenheit und Disziplin und Mühe und die Empathie, andere Menschen wirklich ernst zu nehmen und Opfer für sie zu bringen, wieder und wieder, auf unendlich verschiedene Weisen, völlig unsexy, Tag für Tag. Das ist wahre Freiheit. Das heißt es, Denken zu lernen.“

Die Designertasche

… verbirgt etwas sehr wertvolles. Hoffnung. „The Pale King wird irgendwann auch in deutscher Sprache erscheinen – das kann dauern. Solange schlägt mein Kunstherz in jener Tasche, die seit wenigen Wochen das Logo des begehrten Pulitzerpreises trägt. David Foster Wallace hatte es tatsächlich geschafft, für die „Longlist“ nominiert zu werden und, noch erstaunlicher, die Leser brachten „The Pale King“ auf die letzte, aus drei Büchern bestehende „Shortlist“.

In dieser Tasche lag also nun zusammen mit meinen literarischen Hoffnungen auch der Wunsch nach posthumer Würdigung dieses Ausnahmeschriftstellers. Was für eine Chance – und sie würde nie wiederkehren. Hoffnung und Wunsch… beides ließ mich atmen und leben, träumen und fliegen…

Seit meinem Interview mit dem Pulitzerpreisträger 2010 Paul Harding (Tinkers) weiß ich, was diese Auszeichnung bewirkt, was sie verändert, was dieser Ritterschlag kulturell bedeutet. In einem Atemzug mit Hemingway genannt zu werden… was für ein Traum…

Der Dieb

…jedoch schleicht um die Ecke und versetzt der US-amerikanischen Literatur und damit auch David Foster Wallace den Todesstoß. Nicht auszeichnungswürdig müssen die drei Romane gewesen sein – nicht der Erwähnung wert – nichts wert. Ohne Begründung wurde bekanntgegeben, dass erstmals seit 35 Jahren der Pulitzerpreis in der Kategorie „Fiction“ nicht vergeben wird.

Vielleicht hätte er gelacht… – David Foster Wallace

Pulverisiert – alle Hoffnungen – zerstoben der Glaube, einem der größten Autoren seiner Generation endlich einen bedeutenden Preis verleihen zu können – vertan die Chance, insgesamt zu dokumentieren, dass die Romane unseres Jahrhunderts auszeichnungswürdig sind. Vorbei…

Gestohlen – für inhaltsleer befunden – und weggeworfen – eine Tasche mit schlagendem Herzen… wie fatal…

Leben um Dunkeln

…ist nicht leicht. Das Kunstherz schlägt ein wenig leiser als vor ein paar Tagen. Die Hoffnung auf die deutsche Fassung und das Sehnen nach dem wohl letzten Lebenszeichen des Autors geben mir Luft. Doch fühle ich mich beraubt. Wir werden nie einen Maßstab für die Auszeichnung eines Romans erfinden können, aber wir können wohl ermessen, was ein Lebenswerk charakterisiert. Es muss Menschen bewegen, sie zu Diskussionen veranlassen, von Interesse sein und eine Einzigartigkeit vorweisen, die den Unterschied zur Masse definiert. All dies hat David Foster Wallace erfüllt.

2008 – Kann ein Schriftsteller populärer sein in den USA? David Foster Wallace

Letztlich scheiterte das Pulitzer „Board“ an David Foster Wallace, wie dieser an seinem letzten Buch scheiterte. So unvollendet wie das Werk, klafft in der langen Liste der Preisträger eine nicht behebbare Lücke, die für mich immer die Aufschrift „The Pale King“ tragen wird. Hatte David Foster Wallace nur sich selbst getötet, so kann es sein, dass diese Nichtvergabe des Pulitzerpreises mit einem Genickschuss für die Literatur eines ganzen Landes gleichzusetzen ist.

Ich sitze in Gedanken oft in Davids Garage. Ich wüsste gerne, was er von alledem gehalten hätte. Vielleicht hätte er mich für meine Zeilen ausgelacht. Vielleicht hätten seine Depressionen ein Lachen nicht mehr zugelassen. Vielleicht hätte er sich gefreut zu hören, was seine Worte den Menschen bedeuten. Vielleicht hätte ich ihn auch gar nicht gefragt, sondern einfach nur geschwiegen und auf mein Herz gehört.

Es ist dunkler als früher – viel zu dunkel eigentlich…

Es ist eine herzlose Nacht… und doch kann man es noch ein wenig hören… ganz leise…

Bummbumm Bummbumm Bummbumm

Nicht verstummt… ganz und gar nicht… Der bleiche König ist da! 

Und endlich ist es soweit: „Der bleiche König„, das letzte Werk aus der Feder von David erscheint am 7. November 2013 mit einer umfangreichen medialen Vorbereitung… und hier geht es zur umfangreichen Rezension auf Astrolibrium.

Der bleiche König - Mit einem Klick zur Rezension

Der bleiche König – Mit einem Klick zur Rezension

München – Der Welttag des Buches (1)

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Der Welttag des Buches 2012 gehört seit dem heutigen Tag der Vergangenheit an – so sollte man meinen. Tatsächlich jedoch beginnt er eigentlich erst jetzt, seine volle Strahlkraft und Wirkung zu entfalten. Tausende von Lesefreunden in ganz Deutschland haben in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Stiftung Lesen und den deutschen Verlagen für eine Bücherwelle gesorgt, die wohl dafür verantwortlich sein wird, dass die Beschenkten von gestern die Leser von heute sind.

Außerordentliche Bücher waren den ganzen Tag auf der Suche nach einem neuen Zuhause und vielfältig waren die Ideen der Leserfreunde. Alle Projekte verband hierbei der Gedanke vom gemeinsamen Feiern eines großen Lesefestes.

Mit zwei regionalen Projekten und einer Internetaktion hat sich Literatwo dem Welttag des Buches gewidmet und dabei einerseits in Dresden „Woll- und Leselust“ in Einklang gebracht (der Bericht aus der Radeburger Wollkiste folgt), und andererseits in München unter der Überschrift „Gegen das Vergessen“ den Bogen von der Literatur bis zum „Guten Zweck“ gespannt.

Gegen das Vergessen – „Adressat unbekannt“:

Die Macht des geschriebenen Wortes – eine einzigartige, zu Papier gebrachte Rache in Briefen – ein Ausrufezeichen gegen das Ohnmachtsgefühl gegenüber totalitären Systemen – ein Hoffnungsschimmer im Taumel der Hilflosigkeit – der Beweis, wie man eine Diktatur mit ihren eigenen Waffen schlagen kann. All dies könnte für Kressman Taylors legendären, wenn auch fiktiven, Briefwechsel aus den Anfangsjahren des nationalsozialistischen Regimes stehen. Und doch ist der Roman auch ein Zeichen für die Hilflosigkeit, mit der man feststellen muss, wie sich selbst beste Freunde unter dramatisch geänderten Rahmenbedingungen zu Opportunisten wandeln.

Es ist das größte kleine Buch, das ich in meinem Leserleben in Händen halten durfte. Eine Geschichte, die in einer Stunde gelesen, lebenslang nicht vergessen und in wenigen Minuten an jedem Lagefeuer der Welt erzählt werden kann. Ein seltener Diamant in der Schatzkiste der Literatur.

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Der Welttag des Buches im Beruf:

Gegen das Vergessen – kein hohler Begriff in meinem Beruf und stets Thema von Fort- und Weiterbildungen – diese Überschrift umrahmte auch unseren kleinen Literarischen Weltbuchtags-Kaffee. Die Vorstellung des Romans und seiner Hintergründe, der Hinweis auf das emotionale Nachwort von Elke Heidenreich und die Tatsache, dass nun nahezu 30 Mitarbeiter und Kollegen erstmals zeitgleich gemeinsamen Lesestoff in Händen halten, wird wohl nachhaltig dafür sorgen, dass dieses kleine Buch immer mal wieder zum Thema wird.

Gemeinsames Lesen – ohne internetgestützte Leserunden… das geht tatsächlich. Auch in unserer multimedial geprägten Zeit. Sich dabei die Begriffe wie Verfolgung, schleichend beginnenden Genozid oder ideologisch motivierten Mord zu veranschaulichen ist zu jedem Zeitpunkt ein wichtiges und gutes Ziel. Diesem Briefwechsel von Kressman Taylor wird es gelingen, im Gespräch zu bleiben.

Der gute Zweck:

Literatwo unterstützt die „Initiative Lachen helfen e.V. nicht nur in München, sondern auch von Dresden aus. Isabell Lehmann vom Standortteam München nutzte unser gemeinsames Welttag-Projekt um auf die Ziele und Leistungen der Initiative einzugehen und zu verdeutlichen, wie wichtig es ist in den Krisenregionen der Welt, in denen deutsche Soldaten und Polizisten eingesetzt sind, Sorge für die oftmals tief traumatisierten Kinder zu tragen. Hierfür steht diese Initiative mit ihrem guten Namen und wir waren sehr froh, dass über diese Vorstellung hinaus, Bücher und Bären Hand in Hand dafür gesorgt haben, Spenden zu sammeln. Dafür danken wir aufrichtig.

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Literatur – Gegen das Vergessen – Lachen helfen – Literatwo

Dank gebührt all jenen, die eine solche Aktion möglich gemacht haben – der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Stiftung Lesen und die deutschen Verlage leisten einen wichtigen Beitrag, das Lesen in den gesellschaftlichen Mittelpunkt zu stellen. Wir waren gerne dabei.

Am Donnerstag wird Bianca vom zweiten Projekt in Dresden – Radeburg berichten. Hier drehte sich alles um Bücher in einer Wollkiste…. Wir sind schon alle sehr gespannt auf die bestrickenden Erlebnisse und den roten Faden im Artikel 😉

Zu unserem Internetprojekt:

Dieser Artikel beendet das Projekt auf unserer Facebookseite. Die schönste Fortsetzung des Satzes: „Bücher zu verschenken ist ein tolles Gefühl weil“… stammt von Katja Zettelchen und lautet …weil man damit dem Beschenkten eine Reise in eine andere Welt ermöglicht!“  Diese Reisen kennen und lieben wir und genau deshalb hat uns dieser Satz aus der Seele gesprochen!

Katja erhält ein Exemplar von Kressman Taylors Briefwechsel „Adressat unbekannt“.

Hier auf unserem Blog geht die Aktion bis Donnerstag weiter. Ihr könnt den Satz immer noch vollenden und Bianca wird in ihrem Artikel zum Dresdner Projekt ihren Gewinner küren 😉

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Editorial: All pictures by Peter Helbig (PATH)

1 Welttag des Buches – 3 Projekte – 60 Bücher

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So mitreißend wie nie zuvor: Die Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und deutsche Buchverlage setzen zum UNESCO-Welttag des Buches im Jahr 2012 neue, inspirierende Lesezeichen. Erstmals wird die Einladung zum Lesen nicht nur an Schülerinnen und Schüler gerichtet sondern an alle Lese-Fans und vor allem an jene, die es werden wollen. Bereits ab Januar wurde mit der neu ins Leben gerufenen Aktion „Lesefreunde“ an lesebegeisterte Menschen in ganz Deutschland appelliert, ihre Lesefreude zu teilen.

Literatwo hat sich sofort angemeldet und wird als Partner dieser riesigen Aktion nun mit gleich zwei Projekten an den Start gehen. Eigentlich sogar mit drei, aber das erfahrt ihr am Ende dieses Artikels!

Am 23. April 2012 ist es dann wieder so weit: Deutschlandweit feiern Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und Lesebegeisterte am UNESCO-Welttag des Buches ein großes Lesefest und wir sind mit dabei…

Unser erstes Projekt verbindet zwei Lebenselixiere miteinander, denen so leicht nachgesagt wird, dass man in ihnen mehr als versinken kann. Wolle und Literatur – und beide haben eines gemeinsam – eine riesige Fangemeinde, die immer wieder den Kopf über den Tellerrand streckt und schaut, was es im jeweils anderen Bereich Neues zu entdecken gibt.

Wir vereinen Woll- und Leselust am Welttag des Buches 😉 Und ihr könnt mit dabei sein!

Der Welttag des Buches in Dresden

Der Welttag des Buches in Dresden

30 Exemplare von Nick Hornbys Roman „About a Boy“ warten auf euch und wir würden uns sehr über einen persönlichen Eintrag in das literatwoische Weltbuchtag-Gästebuch freuen. Wir wünschen buchig-wollige Gespräche und ein bestrickendes Lesevergnügen… 😉

Binea schrieb zu „About ab Boy“:

Nick Hornby hat einen typischen Roman fürs Jungs geschrieben, könnte man sagen. Das Erwachsenwerden ist oftmals nicht einfach und manche Männer sind eben eigentlich nur große Jungs. Will und Marcus sind eine Extraklasse des männlichen Geschlechts.

Beide Charaktere scheinen vollkommen unterschiedlich zu sein, entdecken aber mit der Zeit, dass sie doch mehr Gemeinsamkeiten haben, als sie je gedacht hätten. Auch wenn viele Geschehnisse einen ernsten Hintergrund haben, muss und soll das laute Loslachen nicht unterbunden werden.

Der Humor im Buch ist stellenweise so trocken, dass man vor Lachtränen kaum aus den Augen schauen kann.

Der Welttag des Buches in Dresden

Der Welttag des Buches in Dresden

Das zweite Projekt wird in München versuchen, die Literatur und Railys Beruf unter der Überschrift „Gegen das Vergessen“ mit einem mehr als guten Zweck zu verbinden. Vor dem Hintergrund eines Romans über das Unrechtsregime des Dritten Reiches bietet sich die Chance, durch das gemeinsame Lesen ins gemeinsame Gespräch zu kommen.

30 Exemplare von Kressman Taylors mehr als legendärem Briefwechsel „Adressat unbekannt“ werden auf diese Weise eine neue Heimat finden und der Welttag des Buches hilft dabei auch noch Kindern in Not!

Literatwo unterstützt „Lachen helfen, die Initiative deutscher Soldaten und Polizisten für Kinder in Einsatzgebieten. Wir werden an diesem Tag auf diese Aktion hinweisen und vielleicht gelingt es  uns sogar, die ein oder andere kleine Spende weitergeben zu können. Hier gehen Literatur, Beruf und soziales Engagement Hand in Hand.

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Mr. Rail schrieb zu „Adressat unbekannt“ von Kressman Taylor:

Ein kleines Buch – aber wohl das größte kleine Buch, das ich in meinem langen Leserleben in Händen halten durfte. Ein Buch über die Macht des geschriebenen Wortes und die Möglichkeiten des menschlichen Geistes, ein diktatorisches System mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

Was kann man als geflohener Jude tun, wenn man 1932 in New York erfährt, dass der ehemals beste Freund in München zum bekennenden NAZI wird? Was kann man tun, wenn man daran verzweifelt, dass dieser Mensch die in Sicherheit geglaubte Tochter der SA ausliefert? Nichts? Das ist falsch…!

Man kann seinem Freund schreiben… viele Briefe kann man ihm schreiben… eine Rache in Worten… tödlich intelligent…

Der Welttag des Buches in München

Der Welttag des Buches in München

Unsere Leser haben wir natürlich nicht vergessen – und so ergibt sich dann doch noch das dritte Projekt am Welttag des Buches. Wir werden einen Artikel veröffentlichen und euch eine Frage zum Thema „Bücher verschenken“ stellen. Beantwortet die Frage hier oder auf unserer Facebookseite und vielleicht gehört auch ihr an diesem Tag zu den Beschenkten.

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„Die wilden Piroggenpiraten“ an Bord

Kollisionskurs: Die wilden Piroggenpiraten und die MS Literatwo

Kollisionskurs: Die wilden Piroggenpiraten und die MS Literatwo

PIRATEN – angstvolle Schreie hallen seit Jahrhunderten über die Weltmeere, wenn man als friedlicher Handlungsreisender die Ozeane befährt und am Horizont die Schwarze Flagge mit Schädel und gekreuzten Knochen erblickt.

PIRATEN… schreckliche Gestalten gehören zu der dunklen Besatzung der Weltliteratur und ganze Büchermeere machten sie unsicher. Unvergessen ist Robert Louis Stevenson und sein legendärer John Silver (hört ihr das Holzbein an Bord?) mit den übelsten Gesellen in seinem Gefolge… Die Schatzinsel – heute noch Synonym für die Freibeuter der Meere.

PIRATEN… rette sich wer kann… schon wieder dreht ein Schiff bei – richtet seine Kanonen mit voller Breitseite auf das junge Lesevolk und scheint angriffslustig zum Entern anzuheben. PIROGGENPIRATEN – rette sich wer kann…

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Öhm… stopp mal… jetzt ganz langsam!

Sagte ich gerade Piroggen? Habe ich um Hilfe geschrieben, weil eine Horde Teigtaschen auf einem Buchcover den Eindruck erwecken möchte, die größte Gefahr aller Meere zu sein…

Gelächter – geht ja gar nicht… Piroggen…. Gelächter… 😉

Die wilden Piroggenpiraten - Seeräuber im Teigmantel..

Die wilden Piroggenpiraten – Seeräuber im Teigmantel..

Also machen wir mal einen Punkt und schauen uns den Roman doch mal genauer an. Ein Kinderbuch mit schlappen 653 Seiten – auf dem Cover eine muntere Schar, gar nicht so schurkiger Gesellen und erst auf den zweiten Blick: Lebensmittel. Ein tollkühnes Abenteuer um eine entführte Mohnschnecke zu retten und ihre furchtlosen Retter. So steht es dort geschrieben.

Die wilden Piroggenpiraten von Māris Putniņš

Völlig abgedreht, denken wir uns und gehen an Bord. Das wollen wir mit eigenen Augen sehen und kaum über die Planke an Deck des riesigen Piratenschiffes gelangt, finden wir uns in einem aberwitzigen Abenteuer wieder.

Māris Putniņš (sprich: Máhris Púttninsch), der geniale Erzähler lässt die Segel setzen, den Anker lichten und mit ein paar lauten Rufen der Besatzung sind wir auch schon auf dem Weltmeer der guten Geschichten. „Alle für eine, eine für alle… und macht sie zu Semmelbröseln“, schallt es in den Wind…

Einige starke Taue spannt er in die Takelage der Speckkugel, seines Schiffes – unterschiedlich dicke Handlungsstränge, an denen wir nun hängen. Umgeben von Teigtaschen aus aller Herren Länder – und jedes gefüllte Kerlchen ist appetitlicher und witziger als das andere. Piroggen eben..

Die wilden Piroggenpiraten - prall gefüllt auf hoher See...

Die wilden Piroggenpiraten – prall gefüllt auf hoher See…

Die bildschöne Mohnschnecke Eloise aus Murseille, (aus bestem Hause stammende Tochter eines Mohnstrudels und einer Wiener Mohnpotitze) wird von Piroggenpiraten entführt. Wenn diese geahnt hätten, was sie sich da an Bord holen, dann…. (aber das könnt ihr selbst lesen)

Eclair, Puder über Zucker in sie verliebt begibt sich auf die verzweifelte Suche nach seiner Angebeteten und wird dabei von seinem Konkurrenten Hörnchen verfolgt, der jedoch ganz andere Absichten mit Mohnschnecke hat. Hörnchen vermutet Mohnschnecke auf dem Sklavenmarkt von Djadida und plant, sie schlicht und besitzergreifend preiswert zurückzukaufen, um dann Gewinn aus ihr zu schlagen.

Mohnschnecke selbst mutiert an Bord des Piratenschiffes vom verwöhnten Ziergebäck zum Anti-Opfer. Sie übernimmt das Kommando, führt Regeln ein, die vormals ins Reich der Legende verbannt wurden (Hügjene zum Beispiel) und vertreibt den gar nicht arglosen Kapitän aus seiner angestammten Kabine. In Piratenkleidung gewandet wird sie schließlich zur Chefin an Bord.

Eine wilde Jagd durch das Reich der vielfältigen Lebensmittel beginnt und führt die dicken Handlungstaue verzwirbelt zu einem großen Seil zusammen. Daran könnte man mühelos einen Anker befestigen, um irgendwann anzuhalten – aber das mag der Leser gar nicht. Deshalb freut man sich beim Lesen über das ausufernde Format des Romans….

Rette sich wer kann - Die wilden Piroggenpiraten...

Rette sich wer kann – Die wilden Piroggenpiraten…

PIRATEN – rette sich wer kann? Nein – der Ruf gilt nicht mehr – steigt ein, mag man rufen – kommt an Bord und ihr werdet es nicht bereuen… Literatwo bleibt einfach hier und wartet, was noch so passiert und dabei lachen wir uns Piratenschlapp.

Ein magisches Buch für Klein und Groß. Jede Lesergruppe erkennt neue und andere Anspielungen im Roman. Es erinnert mich daran, wie mir Asterix früher und heute gefallen hat. Für Kinder ist die schön illustrierte Geschichte einfach nur ein großes Vergnügen – für Erwachsene beinhaltet jedes Bild jedoch ein weiteres, denn der Autor hat unsere ganze Welt in dieser Erzählung gespiegelt. Es ist nur die Frage, auf wessen Seite wir lieber sind….

Groß- oder Kleingebäck, Naschereien mit Studium an der Bonbonne oder im Zweifel dicke Blutwürste, die schon bei geringster Gefahr die Füllung verlieren…? Egal – jeder findet sich wieder – jeder fühlt sich angesprochen bei diesem Feuerwerk des guten Geschmacks. Und wer vom Roman noch nicht geng hat (und das wird der Fall sein), der kann im kleinen Kochbuch blättern und den Charakteren Leben einhauchen….

Es ist soooooooo lecker 😉

Piroggenpiraten - Auf dem Weg in die Geschichtsbücher der Piraterie

Piroggenpiraten – Auf dem Weg in die Geschichtsbücher der Piraterie

Stadt der Bücher – ein KunstWerk

Ein kongeniales Team – Weltensammler Trojanow und Anja Bohnhof

„College Street ist keine Straße, es ist kein Viertel und keine Hochschule; College Street ist das Versprechen, jedes Buch zu finden, das man begehrt.“

„Dieses Versprechen durchdringt… jede Nische eines Labyrinths, das von den Hauptstraßen in die Nebenstraßen und Seitengassen führt, ein Labyrinth aus bedrucktem Papier; von den Bürgersteigen zu den Durchgängen, von den Türen über Treppen bis hinauf zu vollgestopften Dachgeschossen stapeln sich Bücher zu Fassaden, Ecken und Erkern.“

Wenn ich jetzt fragen würde, in welcher Stadt diese College Street liegt, erhielte ich wohl nicht allzu viele richtige Antworten. Mir ging es ähnlich, als ich dieses Buch sah, es berührte, aufschlug und so gefangen war, dass mir keine Wahl blieb, als es zum Teil meiner Bücherwelt zu machen.

Stadt der Bücher – ein absoluter Lustkauf. Ein Buch, das mich im Sturm erobert hat und mich auch Tage nach dem Lesen und Betrachten magisch in seinem Bann gefangen hält. Wenn ich erneut fragen würde, in welcher Stadt diese Straße – dieses literarische Versprechen – liegt, dann würden wir noch immer im geographisch trüben Wasser fischen.

Und wenn ich dann die indische Metropole Kalkutta erwähne, dann ernte ich vergleichbare Reaktionen. Sie reichen von „Das hätte ich nicht gedacht“ bis „Ich hätte schwören können, es geht um Paris oder New York.“ So dachte ich auch.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Verlages (© Anja Bohnhof)

Bis zum ersten Satz – bis zum ersten Bild – bis zum ersten Gedanken – bis zum ersten Gefühl. Kalkutta – Ziel einer buchigen Reise.

Kein gewöhnliches Buch halte ich in Händen – eher ein wertvolles Gesamtkunstwerk mit einer eigenartigen Dynamik. Der Text des mehrfach ausgezeichneten „Weltensammler“-Autors Ilija Trojanow, seine Sprache und die persönlich leichte Art und Weise, mir die letzten und ersten Geheimnisse dieses Bücherparadieses zu verraten, zwingen mich zu lesen – sie beschleunigen meinen Atem, da ich als bekennend bibliophiler Mensch quasi vor einem bisher unentdeckten Schatz stehe und nur dieser Autor im Besitz des Schlüssels zu sein scheint.

Lesen möchte ich – alles erfahren.

Vom Leben des Straßenfegers, der nebenbei Bücher zu den tausenden Buchhändlern Kalkuttas transportiert, um überleben zu können. Von den Möglichkeiten, die dieser Mikrokosmos eines urbanen Literaturwunders bietet, in dem alle Berufsgruppen beheimatet sind, die es ermöglichen ein Manuskript schneller als in jedem anderen Land der Welt zum gebundenen Buch werden zu lassen.

Von den existenziellen Ängsten und Sorgen der Kleinverleger und Papierschneider vor den Großverlagen und ihrer Macht, und letztlich von den Verdiensten dieses, mit einem Ameisenstaat vergleichbaren, Bücherkosmos, der es den Menschen in einem von Armut geprägten Land erst ermöglichte, Bildung und Unterhaltung zu erschwinglichen Preisen zu erwerben.

All dies möchte ich lesen – in einem Zug – es ist packend und neu – es liest sich unverbraucht, inspirierend und zieht im Unbewussten Vergleiche zu unserer Welt der Bücher…

Eine textlich / visuelle Hommage an die Macht des Buches…

Ich könnte lesen… nur: Dieses Buch lässt genau das nicht zu. Anja Bohnhof, Fotografin und kongeniale „Stadt der Bücher“-Partnerin von Trojanow hält mich fest.

Ihre einzigartigen Bilder fesseln meinen Blick von Seite zu Seite mehr – sie lassen mich zurückblättern und genießen, machen nachdenklich und fröhlich, lassen mich schmunzeln und grübeln. Sie korrespondieren mit dem Text, als würden sie die Botschaft Trojanows mit einer eigenen Harmonie in die Welt tragen. Sie zeigen, was wir Leser erträumen, was Trojanow beschreibt und was doch unvorstellbar ist.

In hochauflösender Großformattechnik entstanden Bilder (analoges „High End-Material“) von vielen dieser typischen Buchgeschäfte und den sich stapelnden Werken aus allen Genres der Welt- und Fachliteratur in einer Detailtreue, die nur dem menschlichen Auge zu entsprechen scheint.

Keine Unschärfen – alles ist gestochen klar zu erkennen – bis zu den liebevoll platzierten und scheinbar wertvolleren Büchern im Hintergrund. Scharf bewacht vom Händler – bibliophiles Bücherbummeln scheint unmöglich – man muss nach einem Werk fragen – ganz gezielt und dann setzt sich dieser Kosmos in Bewegung, bis nach kurzer Zeit auch die seltensten Bücher den Weg zum Kunden finden. Bücher selbst in Augenschein zu nehmen – dies zeigen die Bilder – ist unmöglich.

Text und Bild gehen Hand in Hand und dort, wo sie gemeinsam eine Straße zu überqueren scheinen, genau dort sehen wir Bilder des Lebens in der literarischsten Straße des Erdballs. Hier zaubert Anja Bohnhof „bewegte Bilder“ in dieses Kunstwerk.

„College Street fehlt jedes Maß,
Bescheidenheit oder Beschränkung sind Fremdworte,
die in keinem der örtlichen Dialekte auftauchen.
Wer sich hier verirren sollte,
wird einer Überdosis Wissen erliegen.“

Mit einem Klick zum Set in Kalkutta – Das Interview mit Anja Bohnhof

Editorische Notiz:

Über Ilija Trojanows Zeilen zu schreiben war ein pures Vergnügen. Der Text transportiert Emotion und Wissen, schweift nicht ab und beschränkt sich auf die Magie des unbestechlichen Wortes. Die Rezension zum Textteil des KunstWerks ließ sich nicht bremsen – sie ging ihren eigenen Weg.

Über Anja Bohnhofs Bilder zu schreiben war eine Ehre. Warum? Literatwo ist ein stark visuell ausgerichtetes Blog-Konzept. Ohne die Bilder aus dem Buch zeigen zu können, wäre es mir nicht möglich gewesen, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, da sie an die Grenzen der publizierbaren Möglichkeiten gestoßen wären.

Eine Ehre ist es, weil ein Anruf bei Anja Bohnhof ausreichte, um diese Lücke zu schließen. Zwei Bilder zur exklusiven Veröffentlichung und die Verabredung zu einem Interview über die Entstehung und den Ablauf dieses Prokjektes aus Sicht der Fotografin waren Ergebnisse dieses Telefonates. Und schon waren sie da – meine Worte, auch zu den Bildern – vielleicht besonders zu den Bildern.

Hier geht es zum Interview mit exklusiven Fotos vom Set in Kalkutta!

The PATH continues… Literatwo & PATH….

Es liegt nahe, dieses Projekt gemeinsam mit unserem Teamfotografen PATH ( in der Literaturszene bekannt durch unsere gemeinsamen Projekte, wie Leo Tolstoi, Das Flamingobuch und Corine 2010) anzugehen, da auch er von den Bildern Anja Bohnhofs begeistert ist und (wie wir) mehr erfahren möchte über ein großes Projekt in Indien.

NEARER, MY GOD, TO THEE – Der 15. April 1912

Dieser Text wurde zu folgendem Choral geschrieben – vielleicht sollte man ihn auch beim Lesen hören. Ich denke, das sollte man vielleicht…

Ruhig war es geworden… immer ruhiger. Und schlagartig dunkel. Die Geräusche von berstendem Stahl, die Hilfeschreie von Menschen im Wasser und die Musik an Bord waren verstummt. Die letzen Erinnerungen an den Choral „Nearer, my God, to Thee“ schienen sich in den leichten Wellenbewegungen des friedlichen Atlantiks zu spiegeln. Tief in sich zusammengesunken, betend, murmelnd, weinend und lachend saßen sie nun bunt zusammengewürfelt und nicht mehr nach Klassen getrennt in den Rettungsbooten der White Star Line.

Mit einem letzten schrecklichen Seufzer war sie vor wenigen Stunden gesunken. Der Stolz der Meere – das größte Passagierschiff seiner Zeit – die Titanic existierte nicht mehr. Mit an Bord unzählige Geschichten und Schicksale, die unerwähnt geblieben sind. Mit an Bord unzählige Legenden und Mythen, die ein Jahrhundert überdauert haben.

Mit an Bord: Ehemänner, erwachsene Söhne und Besatzungsmitglieder, die einem uralten Ehrenkodex folgend, den Weg in die Rettungsboote niemals antraten.

Mit an Bord: Frauen, die sich nicht von ihren Partnern trennen wollten; Familien, die zu spät an Deck erschienen und die stattliche Anzahl der Unglücklichen, die einfach zur falschen Zeit am falschen Ort waren.

Die wenigen Überlebenden froren bitterlich, trieben in heilloser Ungewissheit und, trotz der Erleichterung über die eigene Rettung, gezeichnet von großen Verlusten und schlechtem Gewissen an der Oberfläche des Atlantiks, der noch Stunden zuvor zum nassen Grab für Verwandte, Freunde und Kameraden geworden war.

Überlebt… und doch keine Erleichterung. Wenige Stunden zuvor noch hatte man sich an Bord zum Essen verabredet, lauschte dem Klang der Pianos, suchte in den jeweiligen Kabinen nach den so begehrten Einreiseunterlagen und träumte von einem Leben in einer anderen und vielleicht besseren Welt. Man überlegte, was man seinen Freunden erzählen konnte – wie man ihnen vermitteln würde, wie faszinierend die Fahrt an Bord der Titanic verlaufen war. Die Faszination wich nun dem Schrecken und der Schrecken dominierte das Denken.

Wer war noch am Leben? Wo waren all die Anderen? Wie mutig muss man gewesen sein, um bis zum letzten Atemzug, die Kessel zu befeuern um die Titanic so lange wie möglich am Leben zu halten. Wie verzweifelt muss man gewesen sein, schwimmend zu realisieren, dass die Rettungsboote nicht umkehren würden. Wie hilflos muss man gewesen sein, wenn man dann doch realisierte, was es an diesem Tag bedeutete nicht zu der Gruppe der „Frauen und Kinder zuerst“ zu gehören.

Und wie große musste die Angst gewesen sein, als das letzte Kommando an Bord erteilt wurde: „Rette sich wer kann…. Gentlemen, every man for himself“.

Hoffnungen und Träume waren untergegangen. Familien waren zerrissen, junge Ehen durch den Tod geschieden und kleine Kinder des ersehnten langen Lebens beraubt. So trieben sie in den neuen Tag. Trieben, ohne selbst handeln zu können – traumatisiert und im Wechselbad der Gefühle. Treibgut einer der größten Katastrophen der Menschheitsgeschichte.

„Nearer, my God, to Thee“ waren sie niemals zuvor und nun mussten sie hoffen, dass ihre neuen Gebete erhört wurden. Sie trieben und waren sich darüber im Klaren, welch Unterschied das Treiben im Vergleich zum Sinken darstellte. Leben.

Als am Horizont die Schornsteine der Carpathia auftauchten, schloss sich das Kapitel des Untergangs der Titanic und der Rettung ihrer Überlebenden. Und gleichzeitig begann die Welt um diese wenigen Menschen herum neue Bücher zu schreiben – neue Kapitel aufzuschlagen, die dieses Drama romantisierten, glorifizierten und mystifizierten.

Die Realität sah anders aus. Not und Leid griffen um sich. Die White Star Line zum Beispiel betrachtete die Stunde des Untergangs ihres Vorzeigeschiffs gleichzeitig als das automatisierte Vertragsende mit der Besatzung. Überlebende erhielten ihre Heuer bis zu genau dieser Stunde und Angehörige von ertrunkenen Heizern, Matrosen und Offizieren wurden ebenfalls so abgefunden. Die Heuer wurde so zum Ungeheuer. Da war nichts mit Romantik, mit Mythos oder Heldentum.

Die Realität war hart. Den Menschen, die an Bord geblieben waren galt die Aufmerksamkeit. Den Überlebenden wurden die unterschiedlichen Stempel aufgedrückt: Glück, Feigheit oder Bestechung lauteten ihre Inschriften.

Man hatte sich zu schämen…. als Überlebender. Was für ein Leben. All dieser Menschen gedenken wir heute, 100 Jahre nach dem Untergang der Krone der maritimen Schöpfung. Der Toten der Titanic, wie der Überlebenden gedenken wir. Und doch kann sich niemand auch nur näherungsweise vorstellen, wie die Einen fühlten und die Anderen litten.

Niemand kann das…. Nearer, my God, to Thee

Der Klang des Pianos – Der Titanic-Roman

Elisabeth Büchle - Der Klang des Pianos - Ein Titanic-Roman

Als Leser muss man wissen, worauf man sich einlässt, wenn man in einem aktuellen Titanic-Roman versinkt. Man darf nicht erwarten, im maritimen Handlungsstrang Überraschungen zu erleben – man darf davon ausgehen, dass man Personen begegnet, die historisch verbrieft sind und dadurch wenig Spielraum für Interpretationen lassen und letztlich darf man nicht darauf hoffen, dass der Autor oder die Autorin zum Ende des Romans in einer heldenhaften Korrektur der Seegeschichte das Ruder der Titanic im wahrsten Sinne des Wortes herumreißt. Das muss man wissen – das wussten wir.

Als Autor muss man wissen, worauf man sich einlässt, wenn man einen modernen Titanic-Roman schreibt. Man wird niemals dafür gelobt werden, wie brillant die Idee mit dieser Schiffskatastrophe doch sei – niemand wird ein Wort darüber verlieren, welche Vielfalt an Protagonisten sich in den verschiedenen Klassen des schwimmenden Palastes eingefunden haben und in den meisten Fällen erntet man maximal Kritik, wenn die historisch verbürgten Fakten nicht so wiedergegeben wurden, wie sie im kollektiven Gedächtnis von Generationen überlebt haben. Dies muss Elisabeth Büchle gewusst haben, bevor sie die ersten Zeilen ihres Titanic-Romans „Der Klang des Pianos“ zu Papier brachte.

Eine schmale Gratwanderung also für Schriftsteller und Publikum, sich auf das dünne Eis eines der berühmtesten und doch namenlosen Eisberge der Neuzeit zu begeben, um in diesem Szenario eine neue Handlung zu platzieren und neue (natürlich fiktive) Charaktere dem vorprogrammierten Untergang entgegenstreben zu lassen.

(Nur am Rande sei hier auf den Literatwo-Artikel zum verantwortungsvollen Umgang der schreibenden Zunft mit der historischen Titanic unter dem Titel: „Kann die Literatur ein Schiff versenken?“ verwiesen)

Der Klang des Pianos - Elisabeth Büchle - Ein Welte Piano an Bord

Literatwo begab sich gemeinsam und gleichzeitig auf diesen Grat – mit intensivsten Kenntnissen zur Katastrophe versehen, da wir gerade zu diesem Schwerpunkt im Rahmen unseres Titanic-Projektes (LINK) mehr zum Thema gelesen haben, als jemals zuvor. Uns konnte nichts mehr überraschen – alles war ja von vorneherein klar und so gaben wir an einem ruhigen Abend vor wenigen Tagen das Kommando „Leinen los“ und folgten Elisabeth Büchle zum „Klang des Pianos“ in das Jahr 1912.

Also – kurz gesagt, es waren keine Überraschungen möglich! Dachten wir… eigentlich…

Wenn wir den historischen Kontext der Schiffstragödie im Roman beleuchten, dann fällt auf, dass der Autorin in der Einbettung ihrer Handlung keinerlei – und hiermit meinen wir nicht den Kleinsten – Fehler begangen hat. Die Schilderung des Hintergrundes und der realen Persönlichkeiten ist stilsicher und durchweg Vielschichtig. Der Fokus richtet sich nicht nur auf die Passagiere der Ersten Klasse oder den viel zitierten Konflikt zwischen Arm und Reich – nein – Elisabeth Büchle wandert mit uns ebenso gewandt über das Promenadendeck, wie sie ihre Leser in die Tiefen der Maschinenräume entführt. Ihr intensiver Blick in den Bereich der Zweiten Klasse ist hier eine Perspektive, die sich allzu selten in historischen Romanen zum Untergang der Titanic wiederfindet.

So sagte „Titanic-Expertin“ und Sachbuchautorin Linda Maria Koldau in unserem Exklusivinterview gerade zu dieser Problematik: „Die Zweite Klasse bietet eben keinen spannenden Stoff für einen Roman.“ Elisabeth Büchle hat bewiesen, dass es anders geht – ein eindeutiges Plus in diesem Roman- sozusagen der „Titanische Missing-Link“ in der Weltliteratur zum Thema!

Der Klang des Pianos - im Blickpunkt: Die Zweite Klasse...

Dieser Linie bleibt die Autorin in der reinen Romanhandlung treu. Elisabeth Büchle hat wohl den allerersten Titanic-Mittelklasseroman geschrieben – und dies ist KEINE Wertung! Richard Martin, Angestellter eines mittelständischen Unternehmens erhält den Auftrag, an Bord der Titanic eines jener legendären automatischen Klaviere in Betrieb zu setzen. Dort begegnet er der Stewardess Norah Casey. Es ist nicht ihr erstes Treffen. Als Verwandte seines Arbeitgebers war sie kurze Zeit zuvor in Deutschland, und Richard musste sich in dieser Zeit aufgrund seiner fundierten Englischkenntnisse um das impulsive Energiebündel kümmern.

Als strebsam kann man Richard bezeichnen – als nach Höherem strebenden Menschen, der so wenig wie möglich Fehler machen möchte und alles dem persönlichen Erfolg unterordnet – auch seine eigene Persönlichkeit. Mit Norah begegnet ihm zum ersten Mal eine junge Frau, die vor Lebenslust und Energie zu platzen scheint und sich trotz ihrer gesicherten Stellung nicht nach oben orientiert, sondern den Menschen verbunden bleibt, denen es weitaus schlechter geht.

Norah und Richard – ungleicher können Mann und Frau nicht sein und doch gilt auch hier das Mantra „Gegensätze ziehen sich an“. Vor der Abfahrt der Titanic lernt Richard Norahs Familie kennen und sie erkennen in ihm den „traurigen Deutschen“ aus den Erzählungen Norahs. Eine Begegnung, die zwei Leben verändert.

Der Klang des Pianos - Norah & Richard - ein ungleiches Paar

Denn Norah verbirgt ein dunkles Geheimnis. Ihre soziale Ader sorgt dafür, dass sie sich zunehmend in Gefahr bringt und einigen Menschen ein wahrer Dorn im Auge ist. Wird Richard rechtzeitig wach? Kann er über seinen langweiligen Schatten springen? Und wie entscheidet er sich, als die reiche Tochter seines adeligen Gastgebers ein eigenwilliges Auge auf ihn wirft. Zerrissen vom Streben nach gesellschaftlichem Aufstieg und dem Aufsteigen ernster Gefühle befindet er sich am Tag der Abreise unplanmäßig an Bord der Titanic. Aber die Fahrt wird in jeder Beziehung anders verlaufen, als er sich dies jemals hätte vorstellen können.

Elisabeth Büchle gelingt es sehr gut, ihren Liebesroman in das historische Setting der Titanic und ihrer Zeit einzubetten. Sie hat dabei Bilder erzeugt, die neu waren – sie ist tief in die Epoche der großen technischen Entwicklungen eingestiegen und hat die Menschen von einst zu Wort kommen lassen. Besonders deutlich wird dies an den Stellen, wo der unbedingte Glaube an Gott das einzige zu sein scheint, das noch Halt bieten kann. Diese Bilder wirken nach.

Es ist keine Überraschung, dass die Titanic auch bei Elisabeth Büchle das Duell mit dem Eisberg verliert. Man mag das eigentliche „Romanende“ vielleicht als ein wenig „kitschig“ bezeichnen oder gar, ab einer bestimmten Stelle, sogar ein wenig vorhersehbar. Dramaturgisch passt es zum Buch und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein. Wir haben lange telefoniert, als wir die letzten Seiten von „Der klang des Pianos“ beendet hatten. Wir haben diskutiert und beratschlagt, wir haben uns einige Varianten einfallen lassen, wie das Ende auch hätte geschrieben sein können. Ist es nicht schön, dass ein gemeinsam gelesenes Buch uns dazu bringt, alles noch mal durchzuspielen, alles neu zu denken und dabei doch so tief im Stoff zu bleiben?

Das ist schön…. Sehr sogar…

Am Sonntag mit an Bord der MS-Literatwo - Elisabeth Büchle (o.li.)

Wir freuen uns sehr darüber, dass nun auch Elisabeth Büchle zu den Passagieren der MS Literatwo gehören wird. Anlässlich des 100. Jahrestages der Titanic-Katastrophe kommen wir zum vorläufigen Ende unserer Artikelserie und gehen mit vielen Freunden von Literatwo auf eine Social-Media-Gedenkreise. Morgen dazu mehr und man kann natürlich immer noch einchecken.

Wie das geht? Einfach unseren Artikel: „Rückblick auf unser titanisches Treffen auf der Buchmesse in Leipzig“, die Überseekoffer packen und einchecken…

Bis Sonntag bei Literatwo...

Linda Maria Koldau im Interview zu „Titanic – Das Schiff – Der Untergang – Die Legenden“

Linda Maria Koldau - Das Interview

Eine Katastrophe ist keine Sache – ein Traum ist keine Sache – Leid ist keine Sache und Schicksal ist keine Sache. Dieses Buch mag ein Sachbuch sein – aber es ist keine Sache… es lebt…

Unter dieser Überschrift haben wir erst vor wenigen Tagen Linda Maria Koldaus Buch „Titanic – Das Schiff – Der Untergang – Die Legenden“ vorgestellt. Die Vielschichtigkeit und der schwungvolle Stil des inhaltsreichen Werks haben uns überzeugt und wir waren mehr als glücklich, die Autorin während der Buchmesse in Leipzig zu einem exklusiven Interview am Stand des C.H. Beck Verlages treffen zu dürfen.

Wir hatten viele Fragen in unseren Überseekoffern und stießen auf eine mehr als sympathische und aufgeschlossene Schriftstellerin.

Linda Maria Koldau im Interview mit Literatwo - TITANIC

Frau Koldau, was hat Sie dazu veranlasst, das 1000ste Sachbuch zum Untergang der Titanic zu schreiben, den 1000sten Ablaufplan der Katastrophe zu entwerfen und wie ist es Ihnen gelungen, es dann doch so deutlich von der Masse der Publikationen zu diesem Thema abheben zu können?

Der Ursprung ist lustigerweise immer noch in meiner „Erstqualifikation“ verankert. Ich bin ja Professorin für Musikwissenschaft und habe darüber natürlich sehr viel zu den unterschiedlichsten Themen geschrieben. Ich bin dann irgendwann über U-Boote zur Filmmusik gekommen und durch diese Filmmusikarbeit habe ich dann für meine Vorlesungen angefangen, nach guten Filmen zu suchen an deren Beispiel man Studenten erklären konnte, wie Filmmusik funktioniert.

Ich habe 1997 den Film „Titanic“ von James Cameron nicht gesehen, sondern kam erst viele Jahre später zur DVD. Die Filmmusik ist gut und ich habe festgestellt, dass es noch viel mehr Titanicfilme gibt. Genau an dieser Stelle begann mein Interesse zu wachsen. Mein im Sommer erscheinendes Ursprungsprojekt über die „Titanic im Film“ und ein geplantes Kapitel über die komplexen Hintergründe der Katastrophe führten dazu, dass ich mir unwahrscheinlich viel über das Schiff angeeignet und sehr viel Material gesammelt hatte. Irgendwann stellte sich im direkten Kontakt zum C.H. Beck Verlag die Frage, ob nicht Interesse an einem eigenständigen kulturhistorischen Buch über die Titanic besteht.

Das Interesse war da und so entstand dieses Buch. Es hat einen riesigen Spaß gemacht, weil es eben nicht im harten wissenschaftlichen Stil mit unendlichen Fußnoten und Quellenangaben versehen werden sollte, sondern, rein journalistisch aufbereitet, mein Wissen in lockerer Art und Weise vermitteln durfte. Und nach Abschluss der Arbeiten an diesem Buch gelang es mir an einem Nachmittag, das historische Kaptiel für das englische Buch zu Papier zu bringen. Insofern ist dieses Kapitel eigentlich ein Buch im Buch, wobei mir die journalistische Aufbereitung in meinem Buch eigentlich viel besser gefällt…

Mit einem Klick zu: "Titanic - Das Schiff - Der Untergang - Die Legenden"

Wir haben in den letzten Jahren viele Bücher zum Thema gesammelt und unsere kleine Bibliothek reicht vom Kinderbuch (Polar – Der Titanic Bär) über die Bildbände zu Filmen bis hin zu reinen Sachbüchern. Wir waren angenehm überrascht, schon im Inhaltsverzeichnis Ihres Buches zu erkennen, dass Sie Themen mit aufgreifen, die in einem solchen Sachbuch eigentlich keinen Raum einnehmen. Legenden, Filmmusik und Mythen findet man selten in anderen Werken… und Sie nähern sich den Passagieren der „Zweiten Klasse“ an, die bisher immer ausgeblendet wurden. Wie kamen Sie auf diesen Schwerpunkt?

Das gehört eigentlich zum Mythos Titanic. Der Untergang dieses Schiffes ist eigentlich nur ein einzelnes Ereignis und trotzdem beschäftigt es die Menschen seit fast genau 100 Jahren. Das hat mich vor dem kulturwissenschaftlichen Hintergrund sehr interessiert. Es gibt sogar ein Pixi-Buch für Kleinkinder über die Katastrophe. Wie gesagt, es ist ein Mythos, der sich das ganze 20. Jahrhundert über erhalten und je nach historischem Kontext verändert, vieles aber auch beibehalten hat.

Wissenschaftlich lässt sich der Mythos am besten in die sogenannten „Kategorien“ der modernen Kulturwissenschaft fassen. Ich persönliche sehe das nicht so gerne in harten Rastern, denn man kann mit Theorien nicht die Welt erklären. Aber es ist eben so, dass einige Themen immer wieder kommen, egal in welcher Kultur, und die Titanic bietet einfach alles, was hier gebraucht wird. Die Geschlechterrollen, die Klassenunterschiede, nationale Eigenarten und Identitäten, Religion und gerade bei den verschiedenen Klassen werden alle Klischees perfekt bedient. Die schillernde Erste Klasse mit all ihrem Reichtum und die Dritte Klasse der armen aber ehrlichen Menschen. Diese Klasse dient im Mythos eigentlich eher zur Vermittlung von Lokalkolorit, und zwar auch bei James Cameron, der ja so gerne „politically correct“ dastehen will: Jack Dawson ist ja nur zufällig in der Dritten Klasse gelandet und bewegt sich in der Ersten mit aller Selbstverständlichkeit. Er steht im Film über allen Klassen, eben der Superheld.

Die langweilige Zweite Klasse hat hier scheinbar nichts zu bieten – daüber kann man keine guten Geschichten schreiben. „SOS Titanic“ bildet hier eine absolute Ausnahme (der Film ist übrigens deutlich besser, als sein Ruf… man kann sich in der Originalfassung auf Youtube davon überzeugen), da der Zweite-Klasse-Passagier Lawrence Beesley eine wichtige Rolle spielt. Aber grundsätzlich ist es so. Die zweite Klasse bietet einfach zu wenig gute Geschichten.

Was halten Sie von Verschwörungstheorien über den Untergang der Titanic? Sind Sie im Rahmen Ihrer Recherchen auf solche Anhaltspunkte gestoßen?

Die Theorien, die gerade in den letzten 20 Jahren aufgekommen sind, versuchen aus meiner Sicht lediglich Aufmerksamkeit zu erregen, und es ist mir immer noch absolut unverständlich, wie nach dem Auffinden des Wracks die Theorie weiter verbreitet werden kann, es sei die Olympic gewesen. Man kann doch überall die Produktionsnummern erkennen.

Verschwörungstheorie klingt mir einfach zu stark, aber es ist etwas Typisches geschehen, das war ein ganz normaler Prozess: Die White Star Line und der Mutterkonzern haben versucht, so weit wie möglich die Verantwortung abzuwälzen und sehr viel unternommen, dass ihre Angestellten daran mitwirken. Hier müsste sich jemand, der sich sowohl juristisch als auch psychologisch gut auskennt, den Untersuchungsprotokollen widmen. Das wäre sehr, sehr spannend.

Ich habe die Protokolle durchgearbeitet und mir ist aufgefallen, dass eben sehr viel ausgewichen wird. Es ist auffällig, dass bei besonders heiklen Fragen zu Notsignalen und Leuchtraketen genau an der Stelle, an der es spannend wird, die Richtung geändert wird. Man biegt ab und wechselt das Thema im Kreuzverhör. Das weist darauf hin, dass viel getan wurde, um Probleme auszublenden. Das Ziel kann nur gewesen sein, zu verhindern, dass die Verantwortung der White Star Line deutlich wird.

Linda Maria Koldau - Die Titanic - über Verantwortung und Verdrängung

Hier sind wir in einem ganz aktuellen Themenbereich: Verantwortungskultur. Die Titanic hat in der Bewältigung der Katastrophe im maritimen Bereich sicherlich Maßstäbe gesetzt. Fühlen Sie sich betroffen, wenn Sie heute in den Nachrichten verfolgen, wie die Verantwortlichen mit der Havarie der Costa Concordia umgehen?

Ich würde jetzt gar nicht über die Costa Concordia sprechen, sondern über die Universitätskultur, die ich in Dänemark erlebe und die gerade im Lande sehr diskutiert wird. Das ist Verantwortungsleugnung in ganz großem Stil. Man hat es hier mit einer Leitung zu tun, die alles unternimmt, damit nicht über den Begriff Verantwortung gesprochen wird und alles tut, damit im Konfliktfall die Verantwortung auf den Konfliktgegner abgeschoben wird.

Im Fall der Costa Concordia weiß ich nicht, wie der Stand der Seeuntersuchung steht. Ich werde mich im Sommer intensiv damit auseinandersetzen, weil ich einen Artikel schreiben werde mit dem Titel „Titanic und Costa Concordia“. Hier ist der Vorteil, gegenüber der Universitätskultur, das es ganz klare Regeln und ein großes öffentliches Interesse gibt. Ich denke, hier wird sich die Reederei nicht ganz so leicht aus der Verantwortung ziehen können. Auffällig ist (wenn man der Berichterstattung aufmerksam folgt) dieser „Schurkenkapitän“. Man kann sich eigentlich als normaler Mensch nicht vorstellen, dass sich jemand so dusselig und so unmöglich verhält. Wenn dies den Tatsachen entspricht, dann hat man den idealen Sündenbock. Für mich stellt sich jedoch eher die Frage, ob hier nicht weitaus mehr Verantwortung von anderen mitgetragen werden muss. Es kann nicht sein, dass hier einer alleine die Verantwortung hat!

Es ist für mich sehr interessant zu beobachten, wie in unserer Gesellschaft diejenigen, die in der Verantwortung stehen und dafür auch richtig gut bezahlt werden, damit umgehen, wenn sie gefragt sind. Es scheint zur Norm zu werden, erstmal alles abzuwälzen und das schwächste Glied zu identifizieren. Und das kann man ja dann feuern!

Fahren Sie selbst zu See? Unternehmen Sie Kreuzfahrten?

Nein… (lacht) – ich glaube auch nicht, dass ich mir das antun würde. Im Hotel habe ich gerade einen Bericht über Kreuzfahrten gesehen und ich musste mich fragen, wie man sich sowas freiwillig antun kann. Ich wohne bei Kiel und ich finde es schon sehr beeindruckend, den riesigen Fähren beim Auslaufen zuzusehen. Also das könnte ich mir vorstellen – eine Fährfahrt über die Ostsee nach Oslo. Aber wochenlang auf einem Schiff eingesperrt zu sein, nur im Kreis laufen zu dürfen.. das wäre nichts für mich!

Hören Sie eine bestimmte Musik, wenn Sie an Ihr Buch denken – welche Hintergrundmusik würden Sie Ihren Lesern empfehlen?

Das kann man eigentlich nicht sagen, auch wenn der Verdacht naheliegen könnte, dass es die Filmmusik zu Titanic ist. Diese Filmmusik höre ich gelegentlich, wenn ich arbeite und mich nicht sehr auf die Musik konzentrieren möchte. Aber nicht diesen Popsong, obwohl ich zugeben muss, dass er handwerklich sehr gut gemacht ist. Das Lied ist perfekt und erreicht genau das, was beabsichtigt ist. Mich faszinieren die Filmmusikpassagen zum Untergang des Schiffes, aber ob man dabei konzentriert lesen kann, wage ich zu bezweifeln…

Wenn wir uns 100 Jahre in die Zukunft versetzen und gemeinsam in eine große Bibliothek gehen. Unter „T – wie Titanic“ ist die Weltliteratur aufgereiht und jemand greift zu Ihrem Buch. Was würden Sie sich wünschen, wenn er etwas dazu sagen sollte: „Die Koldau hat damals…“?

„…endlich den Anfang gemacht, dass Leute begonnen haben, diese Legenden aufzudecken und den Mythos genauer unter die Lupe zu nehmen – einen Mythos, der aus einer nicht zu entflechtenden Verquickung von Legende und Wahrheit besteht. Und es macht Spaß, dieses Buch zu lesen, weil es flott geschrieben ist!“. Das wäre toll…

Auf welche, nie gestellte, Interviewfrage würden Sie gerne einmal antworten?

Gefragt wurde ich, obwohl das ja nahe läge, nie: „Warum schreiben Sie eigentlich?“ Das ginge dann wirklich an den Kern!

Wie würde ich darauf antworten? Weil ich das Schreiben brauche, wie die Luft zum Atmen – weil ich es liebe, spannendes Wissen in spannende Sprache zu fassen – weil ich es liebe, mich auf neue Themen einzulassen und so richtig tief zu graben – weil ich meine, dass es noch immer so viel zu sagen gibt – weil ich erzählen und fesseln will – weil ich den Kontakt mit anderen Menschen will, über das Wort…

Nicht nur mit dem Wort hat sie uns begeistert... Linda Maria Koldau

Nach dem Interview ist vor dem Interview, könnte man sagen. Der Kontakt zu Linda Maria Koldau ist bis zum heutigen Tag nicht abgerissen und sie gab uns sogar die Ehre, unser Literatwo-Treffen in Leipzig mit ihrer Anwesenheit zu bereichern.

Der Umstand, dass sie ausgerechnet die „Eisberg-Karte“ für unsere Titanic-Aktion am 15. April gezogen hat, darf keinerlei Rückschlüsse auf ihre Persönlichkeit zulassen. Gewöhnlich gut unterrichtete Quellen wissen zu berichten, dass sie diese Karte seit Leipzig immer bei sich trägt 😉

Wir danken für die Offenheit und freuen uns darauf, Linda Maria Koldau auch am nächsten Sonntag an Bord der MS Literatwo begrüßen zu dürfen!

Alle Mann an Bord... Leinen los am 15. April...

Der Hobbit

Der Hobbit auf dem Weg zum Kinoereignis...

Der Hobbit auf dem Weg zum Kinoereignis…

Als bekennender Anhänger der Werke des britischen Autors J.R.R. Tolkien (03.01.1892 – 02.09.1973), leidenschaftlicher Sammler all seiner Bücher, Bewunderer der filmischen Adaptionen des Regisseurs Peter Jackson und der schauspielerischen Leistung der Akteure in „Der Herr der Ringe“, freue ich mich auf ein ganz besonderes „Tolkien-Jahr 2012“.

In Artikeln über Zurück nach Mittelerde oder Die Briefe vom Weihnachtsmann haben wir Tolkien immer wieder auf Literatwo in den Fokus unserer Betrachtung gestellt und viele Schriftsteller, die in seiner Tradition  schreiben, hier vorgestellt. Es fällt dabei auf, dass mit Tad Williams und William Horwood zwei dieser Größen (wie Tolkien selbst) von Klett-Cotta publiziert werden.

Die „Hobbit Presse“ hat sich einen legendären Namen gemacht, wenn es um die höchste Form der Fantasy geht – jene Geschichten, die in einem Atemzug mit dem „Godfather“ dieses Genres genannt werden können. J.R.R. Tolkien.

Die Hobbit-Presse-Konferenz in Leipzig...

Die Hobbit-Presse-Konferenz in Leipzig…

Gerne sind wir der Einladung des Verlages gefolgt, der „Hobbit-Pressekonferenz“ auf der Leipziger Buchmesse beizuwohnen. Grund genug, die versammelten Medienvertreter über das Verlagsprogramm für das Jahr 2012 zu informieren gab es allemal. Peter Jackson hat sich dazu entschieden, den „Hobbit“ zu verfilmen und spätestens nach dem entstandenen Hype um die „Herr der Ringe – Verfilmung“ weiß Klett-Cotta, was in diesem Jahr passieren wird!

Ein Buch, das mit nur einem harmlosen kleinen Einleitungssatz die Welt der Fantasy so sehr verändert hat, wie kein anderes, wird nun zum bewegten Bild. Es wird in einer neuen Dimension bewegend und uns alle, dreidimensional verzaubernd, im Dezember in die Kinos locken.  Und wie einst bei der Verfilmung der „Herr der Ringe – Saga“ wird auch das Buch „Der Hobbit“ eine wahre zeitgemäße Renaissance erleben. Klett-Cotta scheint gewappnet. Mit dem Satz „Das Papier wird knapp 2012“ zeigt Lektor Stephan Askani, dass der Hobbit als Buch den Hobbit im Film begleiten wird.

Literatwo wird zum Wegbegleiter der literarischen Wieder- und der filmischen Neugeburt!

Der Hobbit - Neue Ausgaben aus dem Hause Klett-Cotta...

Der Hobbit – Neue Ausgaben aus dem Hause Klett-Cotta…

„IN EINEM LOCH IM BODEN, DA LEBTE EIN HOBBIT.“

So schlicht und doch mehr als ergreifend beginnt die größte Erfolgsgeschichte der Fantasy. Und so beginnt das Buch auch heute. Die neuen Auflagen aus dem Hause Klett-Cotta jedoch bringen den Roman, zeitgerecht zu seiner Verfilmung, in liebevoll gestalteten neuen „Kleidern“ heraus.

Vom Jugendbuch „in großer Schrift für kleine Leute“ über das Buch zum Film bis zu wertvollen illustrierten Sammlerausgaben reicht das Spektrum der Neuerscheinungen dieses Jahres! Damit trägt man der publizistischen Geschichte des Romans Rechnung, war doch der Hobbitt seit jeher ein absolutes All-Age-Buch und gerade für viele Jugendliche der erste Berührungspunkt zur Literatur.

Wundervoll gestaltete Ausgaben in neuer Übersetzung werden uns also ins Kino begleiten und spätestens dort wird deutlich, wie wichtig diese Neuauflage für den Film ist. Dialoge und Szenerie sind mehr als eng an diese neue Fassung angelegt und so wird aus Buch und Film eine meisterliche Symbiose.

Das große Hobbit-Buch - Von den Anfängen bis heute...

Das große Hobbit-Buch – Von den Anfängen bis heute…

Aber das ist natürlich längst nicht alles, was das „Hobbit-Jahr“ zu bieten hat. Das große Hobbit Buch ist ein wahrer Schatz für alle Liebhaber des großen kleinen Auenländers.

Das gesamte Hintergrundwissen zu diesem Klassiker in einem Buch. Was wünscht sich der wahre Fan noch mehr? Die Entstehung des Romans, die literarischen Vorbilder, Textavarianten, Dokumente und Bilder rund ums Buch. Einfach eine gelungene Vernissage, die man sich nicht entgehen lassen darf.

Wir werden das Buch (erscheint am 23.04.) in einem eigenen Artikel vorstellen und freuen uns bereits jetzt darauf, dieses optisch ansprechende und inhaltlich vielschichtige Werk einer genauen Betrachtung zu unterziehen.

Damit die Zeit nicht zu lang wird - Die Hobbit-Online-Quest...

Damit die Zeit nicht zu lang wird – Die Hobbit-Online-Quest…

Um die Wartezeit zu überbrücken und die Vorfreude zu einem wahren Genuss zu machen, hat sich der Verlag darüber hinaus ein mehr als opulentes Online-Gewinnspiel einfallen lassen.

Es ist nicht nur für Tolkien-Kenner geeignet und wird in neun einmonatigen Etappen im Wechsel zwischen realer und virtueller Welt eine Tür zu Tolkien öffnen. Man kann jederzeit ins Spiel einsteigen und es besteht keine Suchtgefahr, da man pro Monat nur eine Etappe bewältigen kann. Für Jugendliche und Erwachsene absolut genial. Tolkien Fans, Neueinsteiger und Geo-Cacher arbeiten seit März an der Lösung eines großen Rätsels!

„Eine Steinplatte mit einer geheimen Botschaft ist zerbrochen, als Smaug die Seestadt in Schutt und Asche legte. Diese Botschaft weist den Weg zu einem Schatz: Das Juwel von Calamir. Sein Licht wendet die Dinge zum Besseren. Bring der Welt das Licht zurück!“

Welch gediegenes Motto und welch atmosphärisch gelungene Umsetzung der Tolkien`schen Phantasie. Riskiert einen Blick – es lohnt sich und man kann tolle Bücher gewinnen!

Hier geht es weiter zu den nächsten Artikeln zum Hobbit...

Hier geht es weiter zu den nächsten Artikeln zum Hobbit…

Wir werden weiter berichten und versuchen, die Wartezeit bis zum Film so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Nicht nur bei Klett-Cotta, sondern auch bei Literatwo gilt der Leitspruch für das multimediale Tolkien Jahr 2012:

HIER IST DER HOBBIT ZU HAUSE!