Die perfekte Rezension – aus rein urheberrechtlicher Sicht natürlich…

Die perfekte Rezension aus urheberrechtlicher Sicht...

Die perfekte Rezension aus urheberrechtlicher Sicht…

In Zeiten ausufernder Beschwerden und Abmahnungen von Rechte-Inhabern jedweder Art scheint es für Literatur-Blogger immer riskanter zu werden, ein aktuell erschienenes Buch der geneigten Leserschaft vorzustellen oder zu empfehlen. Urheberrechtliche Fragen verwirren sich oftmals zu undurchschaubaren und multiplen Geschäftskonstruktionen, die es fast unmöglich machen, sich gefahrlos und sprachlich gewandt durch dieses Minenfeld der unsicheren Rechtslage zu lavieren.

Wir von Literatwo haben damit überhaupt keine Probleme und möchten im Folgenden nach insgesamt dreijährigem Rechtsstreit, mehreren Eilanträgen vor dem Europäischen Gerichtshof und einigen von unserem Hausanwalt abgeschmetterten einstweiligen Verfügungen unsere absolut aktuellste Rezension vorstellen.

Gegebenenfalls vorgenommene kleine „Neutralisierungen“ sind dem Urheberrecht geschuldet, aber wir denken, dass es an der Zeit ist, eines unserer ganz besonderen Herzensbücher so schnell wie irgend möglich vorzustellen.

So sieht das Buch zwar nicht aus, aber eben besser als kein Cover...

So sieht das Buch zwar nicht aus, aber eben besser als kein Cover…

„Harald Töpfer und ein recht wertvoller Stein“ müssen wir das Buch nennen, da sowohl die Namensrechte an Buchtitel und Protagonisten inzwischen dem Medienriesen Warner Bros. gehören und es uns nicht gelungen ist, die Genehmigung zur Veröffentlichung der Namen zu erhalten. Sei`s drum. Einer unserer Nachbarn hat mit eidesstattlicher Erklärung versichert, dass wir seinen Namen gerne in dieser Besprechung verwenden dürfen, da er der wörtlichen Übersetzung des englischen Originals näherungsweise entspricht.

Harald Töpfer, also, wächst in beängstigenden Verhältnissen auf. Unter einer Treppe fristet er sein trostloses Dasein, bis ihm an seinem elften Geburtstag von einer Eule (Name geschützt) mitgeteilt wird, dass er eine besondere Begabung hat. Aus rechtlichen Gründen dürfen wir das Wort dafür nicht verwenden, da der Deutsche Verband der Kleinkünstler bisher behauptet, alleiniger Rechteinhaber für den Begriff zu sein. Harald Töpfer nun also – er kann Dinge tun, die andere Menschen nicht tun können. Die Menschen heißen deshalb im Roman auch, naja… Dingens halt (Name geschützt).

Harald wird eingeladen sich an einer Schule für Nichtmenschen, die ganz besondere Dingens tun können, einzufinden um noch viel mehr zu lernen. In Dingens (Name geschützt) trifft er dann auf den Schulleiter Dingens (Name geschützt) und lernt eine ganze Menge Freunde kennen. Dingens (Name geschützt), zum Beispiel, die es faustdick hinter den Ohren hat oder Dingens (Name geschützt), der mit seinem Latein noch ganz am Anfang ist. Erst beim gemeinsamen Dingens-Spiel, einer waghalsigen Ballsportart, kommen sie sich näher.

Das Böse in Dingens hat ein Gesicht - Oskar Paschulke

Das Böse in Dingens hat ein Gesicht – Oskar Paschulke

Jeder spürt allerdings die unsichtbare Bedrohung, die über der ganzen Schule, wenn nicht sogar der Menschheit schwebt. Oskar Paschulke, ein dunkler Nichtmensch, der komische Dinge tun kann und in Harald Töpfer eine große Gefahr erkennt, schwebt wie ein dunkler Schatten über Dingens. Natürlich heißt die Figur im Roman nicht Paschulke, aber der Name ist wenigstens nicht geschützt (Grundsatzurteil nach Eilantrag Literatwo vom 21.11.2010) und so konnten wir nach langem Rechtsstreit darauf zurückgreifen.

Wird es Töpfer gelingen, sich den Fängen Paschulkes zu entziehen oder erkennt er schon im ersten Jahr in Dingens (Name immer noch geschützt), dass seine Kraft noch nicht ausreicht für einen solchen Schurken?

J. K. Dingens (Name vom Verlag geschützt – Verlagsname von mehreren Kanzleien geschützt) aus England (Name darf mit freundlicher Genehmigung seiner Majestät Königin Elisabeth von Ebenjenem verwendet werden, wenn es dem Land nicht schadet) ist ein Überraschungserfolg gelungen. In einem kleinen Café hat die mittellose Schriftstellerin so vor sich hin geschrieben, bis ihr die genialen Namen Dingens, Dingens und Dingens eingefallen sind. Auf Paschulke wäre sie wohl kaum gekommen. (Anmerkung ohne Werturteil).

Das ist zwar nicht die Autorin, aber es ist besser als kein Autorenbild

Das ist zwar nicht die Autorin, aber es ist besser als kein Autorenbild

Da alle Autorenfotos unterschiedlichen Rechtskonstruktionen unterliegen, ist es uns leider nicht möglich Dingens (Name geschützt) im Artikel zu zeigen. Da aber Hildegard Wannekamp ihr so ähnlich sieht und nichts gegen die Veröffentlichung der Bilder hat, haben wir uns in Ermangelung von Alternativen entschlossen, Hildegard beim Schreiben zu zeigen. Sie müssen sich nur vorstellen, es sei Dingens, die gerade Dingens schreibt. Das kommt dann schon irgendwie hin.

Das Buch selbst ist eine Augenweide. Der Dingens-Verlag hat weder Kosten noch Mühen gescheut, das Cover so interessant zu gestalten, dass es wirklich jedem Leser ins Auge fallen muss. Natürlich ist auch das Cover urheberrechtlich vielfach geschützt. Die Schriftart gehört einem Grafik-Design-Studio in Zermatt. Die Illustrationen einem Künstler aus Bangladesh und da wir den Weg vor das UN-Tribunal nicht wagen wollten, verzichten wir auch eine Darstellung des Covers von Dingens der englischen Autorin Dingens in diesem Artikel.

Stattdessen, und lediglich aus optischen Aspekten, zeigen wir auf dem Artikelbild ein Foto der Bibel, die mit freundlicher Genehmigung des Vatikans vom 20.05.2012 in diesem Bericht gezeigt werden darf. Lob sei dem Herrn… das sollten wir so schreiben….

Fragt einfach nach Dingens von Dingens... Es ist so genial...

Fragt einfach nach Dingens von Dingens… Es ist so genial…

Dingens schlägt ein, wie eine Bombe auf den Dingens-Bestsellerlisten und in der überregionalen Buchhandelskette Dingens verkauft sich der Roman wie geschnitten Brot. Den Begriff Brot verwenden wir mit freundlicher Genehmigung der Großbäckerei Dingens (Name geschützt).

Der bekannte Literaturkritiker Dingens vergleicht das Jugendbuch bereits mit Dingens von Dingens aus dem Jahr 1876. Und das will schon was heißen.

Uns hat es die Sprache verschlagen beim Lesen von Dingens. Wer Dingens geliebt hat – wem Dingens im Kino gefallen hat und wer ein großer Fan von Dingens ist, dem sei Dingens ans Herz gelegt. Dafür legen wir unsere Hand ins Dingens (Rechtslage des Begriffes derzeit ungeklärt).

Wir danken Oskar Paschulke und Hildegard Wannekamp für die Genehmigung, ihre Fotos zu verwenden, weisen darauf hin, dass jede Weitergabe dieses Artikels unter Androhung von Abmahnungen untersagt ist und wir uns das Recht vorbehalten, missbräuchliche und gewerbliche Zuwiderhandlungen anzuzeigen.

Persiflage spacer

Viel Spaß beim Lesen wünschen Dingens und Mr. Dingens von Literatwo (wenigstens der Name ist für uns verfügbar, weil rechtlich geschützt). Und wenn ihr nun Blut geleckt habt, dann geht doch zum Buchhändler eures Vertrauens und fragt nach Dingens aus dem Hause Dingens-Verlag – oder bestellt einfach im Online-Portal Dingens… einfach Dingens eingeben und kaufen.

Es würde uns freuen, wenn wir euch wie immer ein wenig im Bücherdschungel helfen konnten. Und morgen stellen wir euch ein weiteres spannendes Buch vor, das auch brandneu ist. Genau wie Dingens aus dem Jahr 1997.

Die Buchvorstellung entspricht den gängigen Vorschriften zur Wahrung des Urheberrechts und hilft unseren Lesern ungemein weiter. Dingens….

Das Urheberrecht als Chance und Gefahr gleichermaßen...

Das Urheberrecht als Chance und Gefahr gleichermaßen…

Editorische Notiz:  

Literatwo unterstützt urheberrechtliche Ansprüche und hat hohen Respekt vor der künstlerischen Leistung der Rechteinhaber. Ein Verstoß gegen dieses Recht aus rein gewerblichen Gründen ist nicht hinnehmbar und bedeutet auf lange Sicht, dass Kulturschaffenden jegliche finanzielle Basis und damit auch die Unabhängigkeit eines Künstlers  entzogen wird.

Wir und andere Blogger schreiben allerdings ausschließlich ohne jeden gewerblichen Hintergrund aus tiefer Liebe zum Buch und voller Hochachtung gegenüber Autoren und Verlagen, Fotografen und Illustratoren. Wir wollen Menschen dazu bewegen, die Bücher zu lesen, die uns ans Herz gewachsen sind. In der Qualität der Artikel und in der visuellen Aufbereitung erkennt man den wahren Geist des Bloggers. Wer dies unterbindet erweist seiner eigentlichen kulturellen Berufung einen gewaltigen Bärendienst.

Auf diesem Wege danken wir „unseren“ Verlagen und Autoren für die Möglichkeiten, unseren Literatur-Blog in dieser Art und Weise mit großer Unterstützung von allen Seiten rechtlich gesichert betreiben zu können.

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