„Himmelsfern“ von Jennifer Benkau – Eine Lesereise-Reportage (Teil 1)

Himmelsfern - Jennifer Benkau - Eine Reportage

Himmelsfern – Jennifer Benkau – Eine Reportage

Es gibt Geschichten, die eigentlich sehr schnell erzählt sind. Es gibt Erzählungen in der großen Tradition mündlicher Überlieferungen, die man in entspannter Atmosphäre am Lagerfeuer weitergeben möchte. Diese Geschichten zeichnen sich durch eine faszinierende Grundidee und eine Handlungsstruktur aus, die sich im Gedächtnis des Lesers einnistet und ihn auf allen Ebenen fesselt. Es sind dies die wahrhaft großen Geschichten – nicht viele sind dazu geeignet.

Dabei sind sie nicht leicht erzählt. Nicht leichten Herzens verfasst, aber umso mehr spürt man bei jedem Wort die unsichtbare Energie, die einen geschlossenen Kokon um das Erzählte webt, ein Vakuum erzeugt und eine Idee transportiert. In diesem alltagsfreien Raum lässt es sich leben, leiden, fliegen und fühlen… Herzensnah sind uns solche großen Bücher – und selten.

Himmelsfern“ ist uns mehr als herzensnah! Näher als es uns manchmal lieb sein konnte, denn dieser gerade erst erschienene Roman der deutschen Erfolgsautorin Jennifer Benkau bringt alle Saiten zum Schwingen, berührt alle Ebenen und lässt uns alle tief tauchen, atemlos verweilen und gebannt mitfiebern… und lässt uns weinen – vor Schmerz, vor Freude und vor lauter überschäumender emotionaler Spannung.

Himmelsfern - Jennifer Benkau - Ein herzensnahes Buch

Himmelsfern – Jennifer Benkau – Ein herzensnahes Buch

Himmelsfern ist für uns DER große Roman über Hoffnungslosigkeit unmöglich scheinender Liebe. Ein Thema, an dem sich viele Schriftsteller versucht haben. Einige haben sich verhoben, einige sind nie in die wahre Tiefe vorgedrungen. Jennifer Benkau jedoch erweist sich als große Romantikerin, die es versteht ein Buch für jedes Alter und Geschlecht zu schreiben, weil sie diesen Leitgedanken so plausibel transportiert, als wäre ihr das alles selbst geschehen.

Noa`s geregeltes Leben verändert sich schlagartig. Von einer Sekunde auf die andere. Ein schlechtes Gefühl beim Betreten einer S-Bahn, eine seltsam warnende Stimme „Steig nicht ein“ und ein schrecklicher Unfall bringen die Welt des jungen Mädchens aus dem Gleichgewicht. Sie überlebt, aber es scheint ihr nicht auf puren Zufällen zu beruhen. Schicksal? Fügung? Fragen, die sie nicht alleine beantworten kann.

Sie begibt sich auf die Suche ihres Lebens. Jagt dem Mann hinterher, der sich schützend über sie warf, als der Zug entgleiste und hört in sich hinein, wessen Stimme sie vor dem Unfall gewarnt haben könnte. Schritt für Schritt wird sie fündig und Zug um Zug begibt sie sich tiefer hinein in den Strudel von Ereignissen, deren Ursachen für sie eigentlich ins Reich der Fantasie gehören.

Himmelsfern - Jennifer Benkau - Fixsterne im Lebensuniversum

Himmelsfern – Jennifer Benkau – Fixsterne im Lebensuniversum

Als sie ihrem Retter gegenüber steht, beginnt ihre eigentliche Geschichte. Denn bevor sie sich bedanken kann wird sie entführt und in einen Konflikt hineingezogen, der so alt zu sein scheint wie die Menschheit selbst. Marlon heißt ihr Entführer und obwohl Noa sich in der Opferrolle wähnt, empfindet sie doch bald mehr als bloße Sympathie für den mysteriösen jungen Mann, den ein tiefes Geheimnis zu umgeben scheint. Und doch wird er zum Fixstern in ihrem Universum.

Noa und Marlon finden ihren Weg zueinander, indem sie sich öffnen… ihre Ängste und Hoffnungen offenbaren und einander am Leben des anderen teilhaben lassen. Und doch bleiben Zweifel. Kann Marlons Geschichte stimmen? Ist es wahr, was er Noa erzählt? Die Unmöglichkeit der Liebe steht wie eine unsichtbare Wand zwischen ihnen, denn Marlon bleibt nicht mehr viel Zeit.

Tage, vielleicht wenige Wochen trennen ihn von einem Schritt, der eigentlich nur in den alten Legenden möglich scheint. Marlon ist ein Mensch auf Zeit und er wird sich verwandeln. Seine Tage auf Erden sind abgelaufen und es gibt nur eine Möglichkeit für ihn, jemals an eine Rückkehr zu denken. Die wahre Liebe, die ihm etwas schenkt, über das er nach seiner Metamorphose nicht mehr verfügt: Erinnerung.

Himmelsfern - Jennifer Benkau - Träume

Himmelsfern – Jennifer Benkau – Träume

Mystisches und Reales vermischen sich zu einer unfassbar dichten Geschichte, in der Noa zum Rettungsanker selbstloser Gefühle wird und gegen alle Zweifel aus ihrem Umfeld das Bekenntnis für ihre wahre und einzige Liebe abgeben muss. Sie will Marlon nicht verlieren – sie kann sich ein Leben ohne ihn nicht vorstellen… zu nah sind sie sich gekommen… zu groß ist all ihr Gefühl. Sie sind füreinander bestimmt und große Worte verbinden sie gegen jede Vernunft.

Und doch ist Marlons drohende Verwandlung in eine Harpyie, jenes uralte vogelähnliche Fabelwesen, nicht das einzige Hindernis auf ihrem Weg. Jäger sind auf der Suche nach ihm und seinen Freunden. Jäger, die seit jeher diese Verwandlung unterbinden wollen. Jedes Mittel ist ihnen dabei recht – eine generationsübergreifende Verfolgungsjagd setzt sich fort. Ihr Ausgang scheint klar. Die Verlierer stehen von vornherein fest. Denkt man… so war es schon so oft…

Und selbst wenn Marlon nicht gefasst werden sollte, steht ihm eine Metamorphose bevor, die ihm jegliches menschliche Gefühl und Erinnern raubt. Wird es Noa gelingen, ihn vor den Jägern zu retten, um ihn dann zu verlieren und dann, am Ende aller Tage, auf den Ebenen von Liebe, Vertrauen und Erinnerung zurückzugewinnen? Die Chance ist gering. Die Hoffnung allerdings gewaltig!

Himmelsfern - Jennifer Benkau - Wir waren unterwegs

Himmelsfern – Jennifer Benkau – Wir waren unterwegs

Jennifer Benkau fühlt und leidet vor. Sie sprintet uns mit ihren Worten in einen atemlosen Lesezustand und erlöst uns mit den romantischsten Momenten der ungestörten hoffnungsvollen Zweisamkeit. Und doch hütet sie den Zweifel am Ausgang ihrer Erzählung wie ein großes Geheimnis. Sie hütet ihn bis zuletzt… bis an jenem Strand… und unserem Bild von einer wartenden Frau… Es ist ein Bild, das uns noch heute sprachlos macht.

Wir sind Himmelsfern gefolgt, wie ihr den Bildern entnehmen könnt. Wir sind mit mulmigem Gefühl in die S-Bahn gestiegen und haben die letzten Zeilen an einem Strand gelesen. Keine unserer Reisen war derart emotional… kein Weg war zu weit und kein Gefühl zu groß für uns. Jennifer Benkau hat mit „Himmelsfern“ eine schwarze Feder an den literarischen Himmel gezeichnet, die uns für alle Zeiten an eine romantische Geschichte erinnern wird.

Und da wir uns erinnern, trotzdem uns die Geschichte verwandelt hat, sind wir heute wieder hier. Jennifer selbst hat uns aus dem Strudel ihres Romans befreit. Sie war Verheißung und Erfüllung zugleich. An dieses Buch wird man sich lange erinnern. Ein würdiger Nachfolger von Dark Canopy und Dark Destiny… ein Buch der ganz großen Gefühle.

Himmelsfern - Unsere Reise ging in St. Alban weiter

Himmelsfern – Unsere Reise ging in St. Alban weiter

An dieser Stelle darf es nicht überraschen, dass unsere Reise zu „Himmelsfern“ noch lange nicht zu Ende ist. Im zweiten Teil unserer Reportage entführen wir euch zu einem magischen Leseabend vor Jugendlichen des Kinderheims St. Alban am Ammersee, die sich über die live via Telefon zugeschaltete Himmelsfern-Autorin mehr als gefreut haben.

Von dort führt unser Weg fast direkt zur Buchmesse nach Frankfurt und unserem Exklusivinterview mit Jennifer Benkau und wir lüften das Geheimnis, warum man das EBook-Shorty Himmelsnah unbedingt gelesen haben muss. Wenn uns etwas am Herzen liegt, dann dauern unsere Reisen lebenslang… und sie sind federleicht!

Kommt ihr mit?

Himmelsfern und Himmelsnah... hier geht die Reise bald weiter

Himmelsfern und Himmelsnah… hier geht die Reise bald weiter

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