Myk Jung mischt Mittelerde auf…

Myk Jung und DIE deutsche Tolkien-Parodie

Es ist landauf, landab – ja sogar hügelhoch und bergan, vielleicht auch flussauf- und -abwärts mehr als bekannt, dass ich bekennender Anhänger der fantastischen Werke von J.R.R. Tolkien bin. Auenländer darf man mich nennen, Elbenfreund oder Gandalfianer gar. Den „Herrn der Ringe“ habe ich einst verschlungen, als sei es das erste und letzte Buch auf Erden zugleich und im „Hobbit“ lebe ich in meinen Träumen und Gedanken noch immer.

In tiefer und aufrichtiger Zuneigung habe ich hier über die Werke des großen Schriftstellers berichtet und freue mir bereits jetzt Helms Klamm auf die polierte Rüstung, weil am Ende des Jahres endlich der „Hobbit“ in der lange erwarteten filmischen Adaption von Peter Jackson die Kinosäle erobern wird.

Der eine Film, sie alle zu knechten…. Wahrlich… so wird es kommen.

Nur ernsthaft kann ich mit meinem „Schaaaatzzzz“ umgehen, nur in absoluter Demut lesen und im nie enden wollenden Gemälde der Tolkien`schen Welt umherwandern. Man mache alles mit mir… aber eines mache man nicht…! Man mache sich nicht über Frodo, Herrn Bilbo und Aragorn lustig… nicht in meiner Anwesenheit! Das käme einem Sakrileg gleich! Also Vorsicht mit mir… ich bin da empfindlich….

Öhm… dachte ich!

Myk Jung beim Literaturfest Meißen 2012

Bis wir nach Meißen kamen. Eigentlich waren wir mit Freunden vom Dresdner Buchverlag zu einer Lesung verabredet, aber leider saß dort noch jemand auf dem „Lesethron“ und erschreckt stellte ich fest dass dieser Autor so gar nicht in mein Weltbild passte. Äußerlich nicht gerade das Ebenbild eines seriösen Schreiberlings und inhaltlich keimte sofort ein schrecklicher Verdacht in mir, als ich dann seine Stimme vernahm, die mein Tolkienherz in Wallung versetzte. Ich hörte die folgenden Sätze wie im Traum und aus weiter Ferne:

„Als dann, gegen Ende des Drittletzten Zeitalters, SAURUM der Dunkle Herrscher wieder eine hässliche Gestalt angenommen hatte, die NAZGULASHS abermals kreischend übers Firmament zirkulierten und letztendlich offenbar geworden war, dass FAHRDUMANN, der Weiße Zauberer auf der Suche nach dem Einen Ohrring in seinem Ohr-Tank tatsächlich abgerissene Ohren sammelte, da waren die Nerven der zurückgebliebenen Albernen zum Zerreißen gespannt.“

Als ich dann noch Namensfragmente, wie „GANZHALB der Graue, FROHDOOF und GARD ARIEL“ vernahm, war mir schlagartig alles klar. Hier hatte sich jemand an meinem „Herrn der Ringe“ vergriffen und parodierte lachend und scheinbar völlig unbeeindruckt von meinem Erschrecken die heiligste aller Fantasygeschichten.

Der Mann muss vom Lesethron geschubst und mit Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt werden. Anders konnte man auf diese literarische Provokation nicht reagieren. Und ich selbst war im Zustand höchster Aufregung. Gänsehaut überzog meinen Körper und alle Nackenhärchen hatten sich zur Schlachtformation aufgestellt.

Doch irgendetwas hielt mich zurück – ja, schien mich fast zu lähmen. Und in einem Moment der tiefsten Erschütterung musste ich feststellen, dass mir eine kleine Träne die Wange herunter lief. Und es war zu meinem Entsetzen eine Träne des Lachens. Die Gänsehaut war kein Protest gegen jene Lesung – nein, im Gegenteil. Sie war äußeres Zeichen innerer Begeisterung und die Nackenhaare hatten sich nur hochgestellt, weil meine Ohren so etwas bisher noch nie gehört hatten.

Myk Jung – Der Herr der Ohrringe

Da saß er nun:

Myk Jung – studierter Germanist und Politologe, Independent-Musiker, Frontman verschiedener Bands, Autor und Kolumnist…. Und – ja man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen – bekennender Liebhaber des „Herrn der Ringe“.

Nur wer „so“ liebt, kann „so“ parodieren. Nur wer so tief im originalen Text steckt, kann so weit davon abweichen und doch im Herzen Tolkinianer bleiben. Und nur wer so liest, wie Myk Jung, vermag es, sein Publikum mit Stimme und Text so sehr an sich zu binden… an den Einen, sie alle zu fesseln.

Und er las, wie der Teufel – er las mit einer so unverwechselbaren Stimme, dass Bianca und ich uns sofort einig waren. So eine Stimme hatten wir in einer Lesung noch nicht gehört. Vielleicht in den großen PIXAR Filmen im Kino. Da kann man ab und an eine solche Synchronstimme vernehmen. Aber doch nicht bei einem Schriftsteller selbst.

Ungewöhnlich… seine Präsenz, seine Nuancierung und seine Lautstärke, wenn er die Mittelmäßige Welt vor den KNORKS zu warnen versucht. Und Meißen lauschte…

Literatwo konnte nicht widerstehen. Unmittelbar nach der Lesung knüpften wir den ersten Kontakt und waren dann doch länger als geplant im tiefen Gespräch versunken. Wir werden das komplette Buch lesen. Wir werden uns den Herrn der Ohrringe zu Gemüte führen. Wir können nicht anders, als auch in dem „Einen“ Hörbuch zum Roman zu versinken und dann mit gebanntem Blick darauf zu warten, was mit uns geschieht, wenn dann im Herbst auch noch der „Hobknick“ erscheint. Auch am „Hobbit“ hat Myk Jung seine persiflierende Autorenhand angelegt…

Eine Parodie ist eine Parodie, ist eine Parodie… möchte man meinen. Hier haben wir es wohl eher mit einem mehr als interessanten Gesamtkunstwerk zu tun. Sein Name: Myk Jung.

Unglaublich?… Na einfach mal zuhören… Augen schließen, konzentrieren, wieder hinschauen, wieder Augen schließen und dann einfach die Gänsehaut wegbügeln und sich auf mehr von Myk Jung freuen. Hier bei Literatwo.

Das große Hobbit-Buch

Das große Hobbit-Buch von J.R.R. Tolkien

Das große Hobbit-Buch von J.R.R. Tolkien

In meinem ersten großen Hobbit-Spezial habe ich euch bereits auf das große Tolkien Jahr eingestimmt. Seitdem wandern wir alle gemeinsam durch die unendlichen Weiten des Auenlands. Die malerische Landschaft aus Tolkiens Phantasie hält uns gefangen und hinter jedem Baum, hinter jedem Hügel und hinter jeder Flussbiegung erwartet uns eine neue Überraschung.

Zwerge, Elben, große Zauberer und gefährliche Drachen machen diese Wanderung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Am Ziel unserer Reise wartet dann ein Kinoerlebnis der besonderen Art auf uns. Peter Jackson bringt zum Jahresende den Hobbit auf die Leinwände der Welt.

In enger Anlehnung an die Hobbit-Ausgaben aus dem Hause Klett Cotta werden wir ihnen begegnen, unseren kleinen mutigen Weggefährten, die mit allem Mut gegen die aufziehenden Schatten über ihrer Heimat kämpfen. Ohne diese epische Vorgeschichte hätte es den Herrn der Ringe nie gegeben, hätten die Gefährten nie zusammengefunden und wäre die Suche nach dem „einen Ring“ nicht so dramatisch verlaufen.

Die ist nicht nur ein Buch - Dies ist das große Hobbit-Buch

Die ist nicht nur ein Buch – Dies ist das große Hobbit-Buch

Der Hobbit – der Beginn einer zur Legende gewordenen Geschichte.

Rechtzeitig zur Einstimmung auf das große Ereignis erscheinen bei Hobbit Presse eine Vielzahl von neu übersetzten und überarbeiteten Werken von J.R.R. Tolkien. Für Neueinsteiger und absolute Liebhaber – jede Lesergruppe findet im Verlagsprogramm einen ganz besonderen Schatz.

Das große Hobbit-Buch ist hierbei mehr als ein Standardwerk zum Thema. Es beinhaltet den gesamten Text der Hobbit-Erzählung und veröffentlicht darüber hinaus in mehr als aufwendigem Layout Zeichnungen und Skizzen, die ebenfalls aus der Feder des großen Tolkien stammen. So kann man sich (wenn man das mag) einerseits auf das Lesen des Hobbit beschränken, oder andererseits auf eine besondere Entdeckungsreise begeben.

Anmerkungen und editorische Hintergründe vervollständigen das Gelesene und ordnen es liebevoll und locker geschrieben in den Kontext des Tolkien`schen Schaffens ein, wobei die Zeichnungen des großen Meisters die Tür zu seiner wundervollen Welt öffnen. Seine Worte vermögen ein Gemälde des Auenlandes entstehen zu lassen – seine eigenen Zeichnungen zeigen uns, wie nah er uns mit seinen Beschreibungen an seine Vorstellung heranbringt.

Das große Hobbit-Buch - Wort und Bild erzeugen Wortbilder der Phantasie

Das große Hobbit-Buch – Wort und Bild erzeugen Wortbilder der Phantasie

Dieses große Buch ist ein Muss in jeder gut sortierten Hobbit-Bibliothek und ein tolles Werk zur ersten Annäherung an das umfassende Werk J.R.R. Tolkiens. Auch lange nachdem man Bilbo im Auenland verlassen hat, kann man wieder tief in dieses Buch eintauchen, nach Besonderheiten suchen und in der umfassenden Einleitung viel über das Gesamtwerk Tolkiens neu entdecken oder zum ersten Mal erlesen.

Auch von diesem Schatz werden wir uns trennen, da wir euch nicht nur an unseren Gedanken, sondern auch an unseren Büchern teilhaben lassen wollen.

Der „Hobbit in großer Schrift für kleine Leute“ hat bereits eine gediegene neue Heimat gefunden und nun gilt es, das richtige Bücherregal für das große Hobbit-Buch zu finden. Es muss tragfähig sein und es wäre schön, wenn sich dieses Buch der besonderen Wertschätzung seines neuen Besitzers erfreuen könnte.

Das große Hobbit-Buch ist nicht leicht zu erringen... drei Dinge müsst ihr finden...

Das große Hobbit-Buch ist nicht leicht zu erringen… drei Dinge müsst ihr finden…

Es gilt sich also zu konzentrieren und Teil einer geheimnisvollen Suche zu werden. Wichtige Gegenstände spielen im Hobbit eine große Rolle. Ohne sie wären die Hobbits, Elben und Zwerge verloren und wir suchen drei dieser magischen Dinge.

In drei Zitaten aus dem „Hobbit“ werden sie genannt, allerdings nicht bei ihrem Namen. Und genau diese Namen solltet ihr finden – das kleine Kreuzwortmuster im Bild kann ein wenig helfen… aber nur ein wenig:

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Elrond sagte: „Dies hier, Gandalf, ist _______, der Feindhammer, den der König von Gondolin vor Zeiten trug. Haltet sie gut!“

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„Die Elben hatten es ______ genannt, Orkspalter, aber die Orks nannten es einfach „Beißer“. Sie hassten es, und den, der es trug, hassten sie noch mehr.'“

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Sein Schwert wischte er am Gras ab und steckte es zurück in die Scheide. „Ich will dir einen Namen geben“, sagte Bilbo zu seinem Schwert. „Du sollst ______ heißen.“ Dann machte er einen Erkundungsstreifzug. Der Wald war stumm …

Nicht alles was Gold ist glänzt. Nicht jeder Verirrte verliert sich.

Nicht alles was Gold ist glänzt. Nicht jeder Verirrte verliert sich.

Nun ziehet los in die geheimnisvollen Lande – suchtet nach Zeichen der drei großen und mächtigen Dinge, ohne die das Auenland verloren wäre. Befragt die Wesen am Wegesrand nach Spuren, vergrabt euch in Bücher und Texte oder lauscht den alten Erzählungen  der Weisen von Mittelerde. Eilt alleine oder in Gemeinschaft von Weiler zu Weiler – achtet auf euch und eure Gefährten.

Aber was auch geschehen mag – eilet und suchet… Lasset keinen Stein auf dem nächsten, keinen Verdacht unausgesprochen und schickt uns Kunde zu Eurem Versagen oder dem großen Erfolg. Am Ende des Weges wartet das große Buch auf euch und seid gewiss, nur der Mutigste unter euch vermag es zu erringen.

„Es ist eine gefährliche Sache, aus deiner Tür hinauszugehen. Du betrittst die Straße, und wenn du nicht auf deine Füße aufpasst, kann man nicht wissen, wohin sie dich tragen.“

Nur einer von euch... der Mutigste.... nur einer....

Nur einer von euch… der Mutigste…. nur einer….

Lasst Euch Zeit – das Auenland ist groß. Kommentiert diesen Artikel, als äußeres Zeichen eurer inneren Suche nach den magischen Dingen (und wir haben dann den Blick darauf, dass ihr nicht verloren geht) und schickt uns bis einschließlich Donnerstag den 3. Mai 2012 eine Mail mit den gesuchten Begriffen an Literatwo@aol.de

Wir wünschen viel Erfolg und seid wachsam – grausame Drachen könnten euren Weg kreuzen. Wir werden auf euch warten. Sollte euch übrigens die Stimme des schlimmsten Drachens bekannt vorkommen – so wäre dies nicht ungewöhnlich, hat doch ausgerechnet unser britischer Lieblings-Sherlock-Schauspieler seine Stimme verliehen. Benedict Cumberbatch spricht Smaug in der Hobbit-Verfilmung von Peter Jackson… Wir freuen uns schon auf die Originalfassung 😉

Dieser Drache ist gut bei Stimme - Smaug ist Benedict Cumberbatch

Dieser Drache ist gut bei Stimme – Smaug ist Benedict Cumberbatch

Aktualisierung: Hier geht es zur Auflösung und dem Gewinner des „Großen Hobbit-Buches“…

Der Hobbit

Der Hobbit auf dem Weg zum Kinoereignis...

Der Hobbit auf dem Weg zum Kinoereignis…

Als bekennender Anhänger der Werke des britischen Autors J.R.R. Tolkien (03.01.1892 – 02.09.1973), leidenschaftlicher Sammler all seiner Bücher, Bewunderer der filmischen Adaptionen des Regisseurs Peter Jackson und der schauspielerischen Leistung der Akteure in „Der Herr der Ringe“, freue ich mich auf ein ganz besonderes „Tolkien-Jahr 2012“.

In Artikeln über Zurück nach Mittelerde oder Die Briefe vom Weihnachtsmann haben wir Tolkien immer wieder auf Literatwo in den Fokus unserer Betrachtung gestellt und viele Schriftsteller, die in seiner Tradition  schreiben, hier vorgestellt. Es fällt dabei auf, dass mit Tad Williams und William Horwood zwei dieser Größen (wie Tolkien selbst) von Klett-Cotta publiziert werden.

Die „Hobbit Presse“ hat sich einen legendären Namen gemacht, wenn es um die höchste Form der Fantasy geht – jene Geschichten, die in einem Atemzug mit dem „Godfather“ dieses Genres genannt werden können. J.R.R. Tolkien.

Die Hobbit-Presse-Konferenz in Leipzig...

Die Hobbit-Presse-Konferenz in Leipzig…

Gerne sind wir der Einladung des Verlages gefolgt, der „Hobbit-Pressekonferenz“ auf der Leipziger Buchmesse beizuwohnen. Grund genug, die versammelten Medienvertreter über das Verlagsprogramm für das Jahr 2012 zu informieren gab es allemal. Peter Jackson hat sich dazu entschieden, den „Hobbit“ zu verfilmen und spätestens nach dem entstandenen Hype um die „Herr der Ringe – Verfilmung“ weiß Klett-Cotta, was in diesem Jahr passieren wird!

Ein Buch, das mit nur einem harmlosen kleinen Einleitungssatz die Welt der Fantasy so sehr verändert hat, wie kein anderes, wird nun zum bewegten Bild. Es wird in einer neuen Dimension bewegend und uns alle, dreidimensional verzaubernd, im Dezember in die Kinos locken.  Und wie einst bei der Verfilmung der „Herr der Ringe – Saga“ wird auch das Buch „Der Hobbit“ eine wahre zeitgemäße Renaissance erleben. Klett-Cotta scheint gewappnet. Mit dem Satz „Das Papier wird knapp 2012“ zeigt Lektor Stephan Askani, dass der Hobbit als Buch den Hobbit im Film begleiten wird.

Literatwo wird zum Wegbegleiter der literarischen Wieder- und der filmischen Neugeburt!

Der Hobbit - Neue Ausgaben aus dem Hause Klett-Cotta...

Der Hobbit – Neue Ausgaben aus dem Hause Klett-Cotta…

„IN EINEM LOCH IM BODEN, DA LEBTE EIN HOBBIT.“

So schlicht und doch mehr als ergreifend beginnt die größte Erfolgsgeschichte der Fantasy. Und so beginnt das Buch auch heute. Die neuen Auflagen aus dem Hause Klett-Cotta jedoch bringen den Roman, zeitgerecht zu seiner Verfilmung, in liebevoll gestalteten neuen „Kleidern“ heraus.

Vom Jugendbuch „in großer Schrift für kleine Leute“ über das Buch zum Film bis zu wertvollen illustrierten Sammlerausgaben reicht das Spektrum der Neuerscheinungen dieses Jahres! Damit trägt man der publizistischen Geschichte des Romans Rechnung, war doch der Hobbitt seit jeher ein absolutes All-Age-Buch und gerade für viele Jugendliche der erste Berührungspunkt zur Literatur.

Wundervoll gestaltete Ausgaben in neuer Übersetzung werden uns also ins Kino begleiten und spätestens dort wird deutlich, wie wichtig diese Neuauflage für den Film ist. Dialoge und Szenerie sind mehr als eng an diese neue Fassung angelegt und so wird aus Buch und Film eine meisterliche Symbiose.

Das große Hobbit-Buch - Von den Anfängen bis heute...

Das große Hobbit-Buch – Von den Anfängen bis heute…

Aber das ist natürlich längst nicht alles, was das „Hobbit-Jahr“ zu bieten hat. Das große Hobbit Buch ist ein wahrer Schatz für alle Liebhaber des großen kleinen Auenländers.

Das gesamte Hintergrundwissen zu diesem Klassiker in einem Buch. Was wünscht sich der wahre Fan noch mehr? Die Entstehung des Romans, die literarischen Vorbilder, Textavarianten, Dokumente und Bilder rund ums Buch. Einfach eine gelungene Vernissage, die man sich nicht entgehen lassen darf.

Wir werden das Buch (erscheint am 23.04.) in einem eigenen Artikel vorstellen und freuen uns bereits jetzt darauf, dieses optisch ansprechende und inhaltlich vielschichtige Werk einer genauen Betrachtung zu unterziehen.

Damit die Zeit nicht zu lang wird - Die Hobbit-Online-Quest...

Damit die Zeit nicht zu lang wird – Die Hobbit-Online-Quest…

Um die Wartezeit zu überbrücken und die Vorfreude zu einem wahren Genuss zu machen, hat sich der Verlag darüber hinaus ein mehr als opulentes Online-Gewinnspiel einfallen lassen.

Es ist nicht nur für Tolkien-Kenner geeignet und wird in neun einmonatigen Etappen im Wechsel zwischen realer und virtueller Welt eine Tür zu Tolkien öffnen. Man kann jederzeit ins Spiel einsteigen und es besteht keine Suchtgefahr, da man pro Monat nur eine Etappe bewältigen kann. Für Jugendliche und Erwachsene absolut genial. Tolkien Fans, Neueinsteiger und Geo-Cacher arbeiten seit März an der Lösung eines großen Rätsels!

„Eine Steinplatte mit einer geheimen Botschaft ist zerbrochen, als Smaug die Seestadt in Schutt und Asche legte. Diese Botschaft weist den Weg zu einem Schatz: Das Juwel von Calamir. Sein Licht wendet die Dinge zum Besseren. Bring der Welt das Licht zurück!“

Welch gediegenes Motto und welch atmosphärisch gelungene Umsetzung der Tolkien`schen Phantasie. Riskiert einen Blick – es lohnt sich und man kann tolle Bücher gewinnen!

Hier geht es weiter zu den nächsten Artikeln zum Hobbit...

Hier geht es weiter zu den nächsten Artikeln zum Hobbit…

Wir werden weiter berichten und versuchen, die Wartezeit bis zum Film so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Nicht nur bei Klett-Cotta, sondern auch bei Literatwo gilt der Leitspruch für das multimediale Tolkien Jahr 2012:

HIER IST DER HOBBIT ZU HAUSE!

Bücher schenken zu Weihnachten? Eine Empfehlung

Zum Artikel… einfach scrollen – zum 9. Türchen hier klicken…

Es ist soweit. Die Zeit eilt in Riesenschritten in Richtung Weihnachtsfest und unser literatwoisches Adventstürchen Nummer 9 wurde heute Morgen geöffnet. So langsam wird es Ernst und die Weihnachtsgeschenke müssen eingekauft werden! Mit umfangreichen Wunschzetteln bewaffnet hasten wir durch die weihnachtlich geschmückten Geschäfte und suchen die großen und kleinen Präsente für den Gabentisch.

Das Spektrum ist gigantisch, vom Hightech-Herzenswunsch bis zum Verlegenheitsgeschenk. Alles ist dabei.

Man kann und wird allerdings auch BÜCHER schenken. Damit diese literarischen „Christkindchen“ nicht in die Kategorie „Der hat schon alles – da hol ich halt das Buch zur Krawatte“ fällt, möchten wir euch Bücher empfehlen, die es einfach verdient haben, unter dem Tannenbäumchen zu liegen. Phantasievoll und weihnachtlich geht es zu in diesen Schätzen – nur das letzte kleine Wunderwerk hat so gar nichts mit den festlichen Tagen zu tun, gilt aber als zeitloser Geheimtipp für alle Menschen, die ihr Herz in Büchern verloren haben!

Es gibt Bücher, die man gerne selbst geschrieben hätte und es gibt Bücher, die aufzeigen, was man in den letzten Jahren hätte tun können, wenn man so kreativ und phantasievoll wie ihr Autor gewesen wäre. Tolkiens „Briefe vom Weihnachtsmann“ gehört zweifelsohne in beide Kategorien. Der Schöpfer von Mittelerde hat nicht nur uns mit einer ganz eigenen Welt beschenkt und damit die Grundlagen zur modernen Fantasy gelegt, auch seinen eigenen Kindern hat er etwas ganz Besonderes gewidmet: Den Traum vom Weihnachtsmann – eine niemals enden wollende Reise in das Reich des Nordpols, der Heimstatt des großen Wunscherfüllers.

Jahr für Jahr schrieb Tolkien seinen Kindern liebevoll illustrierte Briefe vom Weihnachtsmann. In krakeliger Schrift (es ist ja schweinekalt im Polargebiet) und mit liebevollsten Worten meldet er sich jährlich zu Wort und erzählt ihnen Geschichten und Persönliches – spricht von den großen und kleinen Problemen des pünktlichen Schenkens, entschuldigt sich für große und kleine Verspätungen und umschmeichelt die kleine Familie Tolkien mit einer dauerhaft spürbaren Wärme.

Im Buch sind viele dieser Briefe und Zeichnungen abgedruckt. Es ist ein wertvolles Buch – inhaltlich und in seiner Gestaltung. Es regt an, es Tolkien gleich zu tun und den eigenen Kindern den Glauben an den Weihnachtsmann so lange es eben geht zu erhalten. Es regt zu einer Reise in die Phantasie an und ist somit nicht nur für Tolkienliebhaber ein unverzichtbares Geschenk.

Eine Traumreise der Nachhaltigkeit – eine Reise in eine Welt an die wir den Glauben vielleicht schon zu lange verloren haben.

„Briefe vom Weihnachtsmann“
Gebunden, 112 Seiten
18,85 Euro
Klett-Cotta

Ein perfekter Gegenentwurf zur Tolkienschen Betrachtung ist das „Lichterkettenmassaker“ von Stefan Albus. Ein Buchtitel wie ein Paukenschlag, versehen mit dem Bild eines kopfüber an einer funkelnden Weihnachtsbaumbeleuchtung baumelnden und zappelnden Nikolauses. Stefan Albus – ebenjener Autor der mit seinem kontemplativ informativen Werk „Santiago liegt gleich um die Ecke“ für Furore sorgte, ebenjener Autor, der sich während seiner Pilgerreise so intensiv mit der Motivation einer Glaubensreise auseinandersetzte – ebenjener Stefan Albus zeigt sich hier von seiner ganz anderen Seite.

Was haben wir gelacht. Weihnachten von seiner lustigen, tragikomischen, satirisch sarkastischen und doch sympathisch verschrobenen Seite. Albus lässt nichts aus.

Kein Auge bleibt trocken und in jeder der kleinen Geschichten finden wir uns schmunzelnd wieder. Wir alle wundern uns, wenn die Weihnachtsware wieder einmal schon im September die Sonnenmilch aus den Auslagen der Supermärkte verdrängt; wenn Rettungssanitäter verzweifeln, da sie pausenlos alarmiert werden um scheinbar strangulierte Menschen von Dächern und Balkonen zu retten, die sich dann als Weihnachtsdeko-Nikoläuse herausstellen; über den verschwindend geringen Alkoholgehalt der ständig überteuerten Glühweinportionen an Glühpilzbeheizten Weihnachtsmarktständen; über den Kampf der natürlichen gegen die künstlichen Plastikweihnachtsbaumlebensphilosophien; über die FernsehLEIDENschaften des mehrteilerverwöhnten Publikums, dem nur noch werbeunterbrochene Einteiler präsentiert werden (* siehe Outtake am Ende des Artikels), und nicht zuletzt über die Essgewohnheiten unserer Freunde, die zu Weihnachten Tiere in den Ofen schieben, die sie nichtmal im Biologiebuch ihrer Kinder wiedererkennen würden

Liebevoll unterzieht Stefan Albus das Weihnachtsfest einer pointiert zeitgemäßen Analyse und lässt uns entspannt Vergleiche zu unseren eigenen Ritualen ziehen. Er hat ja so Recht, der Herr Albus und wir lachen immer noch herzhaft, haben aber auch einiges aus diesem Buch gelernt. Zum Beispiel, warum die Nordmanntanne ihren Namen trägt und eigens für Weicheier gezüchtet wird;-)

Lachenswert… öhm lesenswert!

„Das Lichterkettenmassaker“
Paperback, 176 Seiten
9,99 Euro
Gütersloher Verlagshaus

Zuletzt ein perfektes Geschenk für Groß und klein, das niemals ein Weihnachtsbuch war und auch keines sein wird. Und trotzdem passt es einfach so schön auf jeden festlich geschmückten Gabentisch. Wir haben über das Buch berichtet und stellen seither fest, dass dieser Artikel in unserem Blog über den Suchbegriff „Die große Wörterfabrik“ speziell vor Weihnachten immer wieder gesucht und gefunden wird. Nicht ohne Grund.

Die zeitlos schöne Geschichte, die Aussagekraft und die Einmaligkeit der Illustrationen lässt die ruhigen Tage der Weihnachtszeit in einem anderen Licht erstrahlen. Tausendfach verschenken wir gute Wünsche, sagen wie sehr wir jemanden mögen und dass wir an ihn denken. Was jedoch, wenn wir uns diese Worte nicht mehr leisten könnten? Was jedoch, wenn Worte Luxus wären? Was jedoch, wenn wir feststellen würden, dass die Worte von denjenigen, die sie bezahlen können sinnlos verschwendet werden?

Der Wert unserer Sprache wird hier zum Spiegelbild unseres Lebens – und dies in einer der liebevollsten Geschichten über Zuneigung und das zarte Flämmchen der Liebe, die jemals geschrieben wurde. Ein Buch für Jung und alt – ein Vorlese- und Selbstlesebuch.

Ein Buch zum Vorlesen und Selbstleben. Ein Lebensbuch!

Die große Wörterfabrik
Gebunden, 40 Seiten
13,90 Euro
Mixtvision Verlag

Ihr habt die Wahl – oder ihr kauft euch gleich alle drei Bücher zum Fest. Das wäre eine lachenswert nachhaltige Traumreise in einem Lebensbuch… Und was kann man mehr verlangen…? Wir wünschen eine gesegnete Vorweihnachtszeit und auch weiterhin viel Spaß mit der literatwoischen Adventsrätselaktion…

Wir sehen uns… 

Postscriptum

Outtake“ zu Stefan Albus und dem Lichterkettenmassaker:

Just an jenem Tag, als ich das Fernsehmärchenmehrteilerkapitel im Lichterkettenmassaker gelesen hatte, in dem der Autor darauf hinweist, dass einzig das legendäre Fernsehmärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit mindestens 14 Ausstrahlungsterminen zum Weihnachtsfest als Relikt unserer guten alten Mehrteiler übriggeblieben ist und ich darob lachend den Kopf schütteln musste geschah das Folgende:

Einer meiner Mitarbeiter erschien laut jubelnd im Dienst und präsentierte allen Kollegen voller Stolz die frisch erstandene Luxusedition ebenjenes Märchens mit ca. 5 DVDs und dem Aschenbrödel-Original-Schmuck. Ich legte still und heimlich meinen „Albus“ mit Lesezeichen daneben und verschwand schmunzelnd…

Der Rest ist Firmengeschichte 😉

Der Beweis – ein märchenhaftes Lichterkettenmassaker…

Mit J.R.R. Tolkien zurück nach Mittelerde

Barke glitt, goldgeschnäbelt und weiß
mitten im Strome vorüber.
Ihr gaben Schwäne stolzes Geleit.
Staunend sah Fíriel hinüber.
Als Ruderknechte im grauen Gewand
saßen Elben darinnen.
Drei aber schienen von hohem Stand –
Könige, Königinnen?

Das letzte Schiff  (Die Abenteuer des Tom Bombadil)

Ich habe Mittelerde nie verlassen. Kein einziger Tag ist seit meinen ersten vorsichtigen Zeilen in meinem “Hobbit” oder in “Der Herr der Ringe” vergangen, an dem ich nicht zumindest einige Minuten durchs Auenland wanderte. Kein Blick auf einen Baum, ohne den alten Baumbart zu erahnen und kein Blick auf einen Berg, ohne darin Zwerge zu vermuten. Kein Weg auf eine Burg ohne an Elben zu denken und kein Denken an Liebe ohne die Unsterblichkeit der Gefühle Aragorns für Arwen zu erfühlen. Unsterblich lebendig ist mir all dies ins Herz gewachsen.

Wie der “Eine Ring” in der Lage war alles zu knechten und jeden in seinen Bann zu ziehen, so sind die Bücher J.R.R. Tolkiens seit vielen Jahren “mein Schatz” – und meine kleine Welt rund um ewigen Weiten der Elben und Menschen hat immer deutliche Formen angenommen. Helms Klamm und Minas Tirith, Galadriel und Frodo, Gandalf und Elrond – all diese Namen sind mehr als Worte für mich. Sie bilden die Grundfesten meiner Fantasie und die Säulen meiner Kreativität.

Es kommt nicht von Ungefähr, dass der Siegeszug der Völker von Mittelerde seit 1966 beharrlich weitergeht, eine Generation nach der anderen erobert und inzwischen mehr als einen bloßen Kultstatus erreicht hat. Wer sich J.R.R. Tolkien nähert wird eine Vielzahl liebevoller Geschichten und Gedichte finden, die nicht unmittelbar mit dem “Lord of the Rings” verwoben sind, aber man fühlt in jeder Zeile, in jedem Satz, dass auch diese Geschichten an den Lagerfeuern im Auenland erzählt wurden. Viele dieser Erzählungen sind unbekannt, andere erfreuen sich zunehmenden Interesses. Sie sind schon lange kein Geheimtipp für Tolkien-Einsteiger mehr, sondern erreichen selbst unangefochtenen Kultstatus.

Man kann Tolkien zuhören, wie er seinen Kindern erzählt, wie das Alltägliche zu einer besonderen Geschichte wird, wie aus einer unbedeutenden Kleinigkeit eine Legende erwächst. Seine Samen fallen auf den fruchtbarsten Boden, den sich ein Erzähler vorstellen kann. Auf die Muttererde der unschuldigen Fantasie. Dort treiben sie seit Jahren die unglaublichsten Blüten und Früchte. Und es wird niemals enden.

Wir sollten auch heute gerade der jungen Generation ermöglichen, von dieser Gabe zu profitieren. Teil zu werden von einer kollektiv getragenen Fantasie und fühlen zu können, was Faszination bedeutet. Eine Annäherung für die Jüngsten unter uns und gleichzeitig eine Vertiefung für gewachsene Tolkien-Liebhaber stellt aus meiner Sicht der gerade erschienene Band Geschichten aus dem gefährlichen Königreich dar.

Einzigartig illustriert von Alan Lee…

Auf was lassen wir uns ein, wenn wir dieses Buch öffnen?

Fünf ausgewählte Geschichten zeigen die ungeheuere Vielfalt der Erzählkunst des wohl größten Fantasy-Autors unserer Zeit. Jede einzelne Geschichte für sich allein ist mehr als lesenswert, miteinander stehen sie in keinerlei Verbindung und doch handeln sie von Welten jenseits unserer bewussten Wahrnehmung, von Legenden und tragischen oder tatsächlichen Helden. Vom Kampf gegen Drachen und von den geheimen magischen Künsten, die längst verloren schienen. Dieses Buch ist ein “Breitspektrum-Anti-Langweilikum” für lange Abende allein oder im Kreis der Kinder. Für jedes Alter geeignet und in einer Tiefe angelegt, die Ihresgleichen sucht.

Ein Klick auf das Auenland bringt Euch zum vollständigen Artikel auf dem Blog.Lovelybooks

Hier findet Ihr natürlich auch mehr über die Verfilmung des „Hobbit“ durch den HdR-Regisseur Peter Jackson. Die Dreharbeiten haben in Neuseeland begonnen und wir dürfen uns wohl auf ein erneutes (diesmal dreidimensionales) Meisterwerk freuen.