BLUTEIS – Marc Ritter setzt seinen Kreuzzug fort

Bluteis - Marc Ritter on the Rocks

Bluteis – Marc Ritter on the Rocks

Er hat es schon wieder getan. Kaum haben wir uns von den Kreuzzug“-Strapazen des letzten Jahres halbwegs erholt und die Geiselnahme von 5000 Touristen auf dem Gipfel der Zugspitze überlebt, da lässt es der etablierte Thrillerautor mit feinem Heimatbezug und politischem Scharfsinn schon wieder so richtig krachen. Er bricht das ewige Eis zwischen ihm und dem Liebhaber fulminanter Hochspannung, indem er es einfach zum Schmelzen bringt. Wie das geht? Ganz einfach mit einem terroristischen Szenario vom Allerfeinsten.

Das idyllisch-mondäne St. Moritz der Schönen und Reichen mit seiner winterlichen Schneelandschaft ist der Schauplatz von „Bluteis“, dem neuesten Thriller aus der literarischen Denkkammer des bayerischen Autors. Jährlich trifft man sich beim Stelldichein der Haute-Volée zum beliebten Sehen und Gesehen-werden. Das gehört zum guten Ton und nebenbei lassen sich prima Geschäfte abwickeln. Doch in diesem Jahr kommt es so anders, als man es erwarten könnte. Denn nicht nur VIPs sind im Ort, auch Staatschefs aus vielen Ländern, findet doch ausgerechnet der diesjährige Weltwirtschaftstgipfel in unmittelbarer Nachbarschaft statt.

Während über 1000 Politiker, Wirtschaftsgrößen und Promis aus aller Welt auf dem fest zugefrorenen St. Moritzsee das ebenso traditionelle wie legendäre Pferderennen beobachten, geschieht das Unfassbare. Eine Serie gezielter Explosionen lässt die Eisdecke des Schauplatzes zerbersten und in sich zusammenbrechen. Schlagartig versinken Sportler, Pferde, Zuschauer und Medienvertreter im eiskalten Wasser unter der vormals stabilen Eisdecke. Der Tod greift blitzschnell um sich. Erste Rettungshubschrauber treffen ein und versuchen zu retten, was zu retten ist.

Bluteis von Marc Ritter - Wirklichn eine Rettung für die VIPs?

Bluteis von Marc Ritter – Wirklich eine Rettung für die VIPs?

Einer der Hubschrauber konzentriert sich nur auf die Rettung der absoluten Mega-Vips, doch statt des erwarteten Fluges in nahe gelegene Kliniken, verschwindet die Maschine spurlos hinter den Gipfeln der Schweizer Berge. Ein terroristischer Akt der besonderen Güte, der sich eigentlich abgezeichnet hat. Wenn man die seltsamen Unfälle und Todesfälle kurz vor dem Pferderennen in anderem Licht besehen hätte, dann… Ja dann hätte man es vielleicht rechtzeitig erkennen können. Hat man aber nicht.

Nicht mal der terrorgestählte Sport- und Profifotograf Thien Hung Baumgartner, der urbayerische Prototyp eines vietnamesichen Garmisch-Partenkirchners, der durch seine wichtige Rolle im „Kreuzzug“-Anschlag auf den Zugspitz-Gipfel fast schon weltbekannt wurde, sieht einen Zusammenhang. Zu fokussiert ist er auf seinen aktuellen Auftrag. Die Schönen und Reichen in St. Moritz professionell abzulichten, um dem Flair der Veranstaltung die besondere Note der Unvergänglichkeit zu geben – das scheint sein einziges Ziel zu sein. Wäre da nicht seine eigenwillige Freundin Sandra…

Mittendrin statt nur dabei. Das scheint die Devise von Sandra Thaler zu sein, die ihren Freund aus mehreren Gründen nicht mehr gerne alleine lassen möchte. Erstens hat sie das Zugspitz-Inferno vor einem Jahr im Kopf, zweitens ist sie schwanger und drittens hat sie ihrem Freund niemals die Wahrheit darüber berichtet, welche Rolle sie damals wirklich am höchsten Berg Deutschands spielte. Und nun beginnt die Vergangenheit, sie beide gnadenlos einzuholen. Der Kreuzzug ist nicht beendet.

Bluteis von Marc Ritter - Tiefgang garantiert

Bluteis von Marc Ritter – Tiefgang garantiert

Und so kommt es, wie es kommen muss. Während sich das Eis des St. Moritzsees explosionsartig von der Oberfläche verabschiedet und der Plan der Terroristen zu greifen beginnt, werden in der gezielten „Rettungsaktion“ der Mega-VIPs nicht nur die anvisierten Opfer entführt. Auch Sandra Thaler ist an Bord der Maschine und der verzweifelte Thien Hung Baumgartner begibt sich, erneut nur mit seiner Kamera bewaffnet, auf die Suche nach der Frau seines Lebens.

Wo aber liegen die Ursachen für den Terroranschlag verborgen? Was veranlasst Extremisten dazu, einen ganzen See vom Eis freizusprengen, nur um die Mächtigsten der Welt in ihre Gewalt zu bekommen? Welche Interessen verfolgen sie und wie lauten ihre Forderungen? Sind es wirtschaftliche Interessen und wer kann sie nach dem Drama auf dem See noch stoppen?

Hier liegt die unfassbare Stärke des Autors Marc Ritter. Hier liegt der Unterschied zu einer Vielzahl von Thrillern, die dem geneigten Leser im Laufe seines Lebens über den Gänsehaut-Weg laufen. Marc Ritter springt in den Handlungsfäden zurück und legt uns mit Ghana ein Land zu Füßen, das von Armut und Ausbeutung gekennzeichnet ist. Ein Land, in dem das Leben der schwarzen Bevölkerung wertlos ist und zum Spielball westlicher Investoren und Spekulanten wird. Ein vergewaltigtes Land – vergewaltigte Menschen und ein junges Mädchen, dem die Wertlosigkeit ihres Lebens schonungslos vor Augen geführt wird.

Bluteis und Kreuzzug - Zwei aus einem Guss

Bluteis und Kreuzzug – Zwei aus einem Guss

Marc Ritter gelingt es, uns in einem Thriller die junge KISI ins Herz zu schreiben. Vor 30 Jahren von Weißen um alles gebracht – Ehre, Familie und Hoffnung – kehrt ebenjene Kisi nun wieder zurück. 30 Jahre später ist sie wieder da. Und sie kommt nicht allein an das Eis eines Sees in der Idylle der Schweizer Berge. Kisi hat gelernt. Ihre Lektion wird zu unserer.

Marc Ritter macht betroffen, wütend und sehr emotional. Er schreibt Thriller, aber wie er sie schreibt, das ist einerseits knallhart und andererseits mehr als subtil. Wir lesen Nachrichten über Flüchtlinge auf Lampedusa, über die Armut in der Dritten Welt und lassen die Fluten der Meldungen oftmals an uns vorbeirauschen. Marc Ritter springt in seinem Plot von einem zugefrorenen europäischen See in die tiefste Einöde Ghanas. Von der Welt der Reichen in die Welt der grenzenlosen Ausbeutung. Und so, wie er uns dorthin schreibt, spürt man seinen tiefen und aufrichtigen Protestschrei gegen die Ungerechtigkeit der Welt.

Er zeigt uns die wahren Opfer des Wohlstands und zwingt uns genau hinzuschauen. Keine Ahnung, was bei Marc Ritter packender ist. Der Thriller oder die schonungslose Suche nach den Ursachen des Bösen. Wir haben das Blut gesät. Marc Ritter zeigt uns, wie es auf grausame Weise auf dem Eis eines Sees geerntet wird. Er zeigt uns die Folgen der Saat – die Ernte scheint verdient. Er erzeugt keine Sympathie mit dem Terror – er gibt den Opfern eine Identität und veranschaulicht deren Motivation. Sie ist manchmal ehrenvoll. So wie der Roman dieses Schriftstellers.

Bluteis von Marc Ritter - Ein perfektes Weihnachtsgeschenk

Bluteis von Marc Ritter – Ein perfektes Weihnachtsgeschenk

Man kann „Bluteis“ lesen, ohne zuvor „Kreuzzug“ gelesen zu haben. Es ist ein eigenständiges und fesselndes Werk und aus unserer Sicht das perfekte Weihnachtsgeschenk für Liebhaber spannungsgeladener Literatur mit Tiefgang. Marc Ritter überzeugt auf der ganzen Linie und präsentiert erneut einen Thriller, den man als Ausnahmeerscheinung bezeichnen muss. Und doch setzt sich der Kreuzzug für Fans dieses Buches noch fort.

Einen kleinen Widerhaken hat Marc Ritter in das Ende des Zugspitz-Dramas eingebaut und wir hätten nie geglaubt, dass er nun, genau ein Jahr später, genau an diesem Haken zieht. Er sitzt unbewusst in unserer Leserseele und erst als wir den Zug spüren, wissen wir, wie fest uns der Schriftsteller an der Angel hat. Unfassbar, wie schön dieser Schmerz sein kann. Danke für dieses Erlebnis und danke für Kisi. Das muss gesagt werden. Glaubt uns!

BLUTEIS – Der RITTERschlag des Jahres für Thrillerfreunde!

marc ritter bluteis kreuzzug

Kreuzzug – Interview mit Marc Ritter in schwindelnder Höhe…

Mit einem Klick zur Buchvorstellung auf Literatwo…

Nach unserer umfassenden Buchvorstellung unter dem Titel: Kreuzzug – Dieses Attentat ist der Gipfel folgt nun das versprochene Interview mit dem Autor Marc Ritter. Eine Frage haben wir bereits gestern auf unserer Facebookseite veröffentlicht und nun könnt ihr lesen, was Marc selbst darauf geantwortet hat:

Marc Ritter im Gespräch mit Literatwo…

Gibt es ein spezielles Ereignis, das beim Autor Marc Ritter die explosive Idee ausgelöst hat, ein terroristisches „Kreuzzug“ – Szenario dieser Größenordnung in Deutschland zu erfinden?

Im November 2010 herrschte Terroralarm in Deutschland. Innenminister Lothar de Maizière erklärte erstmals eine „konkrete Gefahr“  und wenige Tage später wurde sogar die Kuppel des Reichstagsgebäudes in Berlin für den Publikumsverkehr gesperrt.

Damals habe ich viel darüber nachgedacht, welche weiteren Ziele es wohl geben könnte. Da ich die Situation der Zugspitze kenne, erschien sie mir als gut geeignetes Terrorziel. Zumindest in einer fiktionalen Geschichte wie dem „Kreuzzug“, der sich dann aus meinen ersten Überlegungen entwickelt hat.

Du giltst als sehr heimatverbundener Schriftsteller und verwandelst trotzdem eine Region, die knapp an den olympischen Spielen vorbeigeschrammt ist und unter den Klimaveränderungen zu leiden beginnt  nun zum absoluten Albtraumszenario… Hat es Dir nicht ab und an mal leid getan, was Du Deiner Zugspitze so alles zugemutet hast?

Wenn, dann bin auf eine sehr kritische Weise heimatverbunden. Das ist auch so in meinen Krimis (bisher erschienen: „Josefibichl“, Piper, 2011), die in Garmisch-Partenkirchen spielen und schonungslos mit Land und Leuten umgehen. Die Einheimischen finden das übrigens gut, wie ich immer wieder höre. Zurück zum „Albtaumszenario“ im „Kreuzzug“: Warum sollte man nicht Gefahrenpotenziale auch ansprechen? Vielleicht hilft ja der „Kreuzzug“ mit, dass der Berg sicherer wird.

Oder, dass Menschen sich bewusst werden, dass sie jederzeit in eine bedrohliche Situation kommen können. Nicht nur auf der Zugspitze, sondern überall, wo es Massenveranstaltungen gibt. Ich mache ja nichts anderes als der damalige Innenminister Lothar de Maizière: Ich warne. Vielleicht auf eine ein bisschen eingehendere Weise als er das vor der Bundespressekonferenz tun kann.

Wie viel Marc steckt in Deinen Protagonisten?

Thien Hung Baumgartner: 47,78%,
Markus Denninger: 36,32%,
Sandra Thaler: 27,96%.

Die Geheimdienste spielen doppelt und dreifach verdeckte Spiele in Deinem Thriller. Alles wirkt dabei mehr als plausibel und deckt sich mit manchem Verschwörungsszenario, von dem man immer wieder mal hört. Denkst Du, dass Du damit den Nagel auf den Kopf triffst und steckt hinter dieser Sichtweise mehr als nur Skepsis gegenüber den Geheimdiensten der westlichen Länder?

Wenn ich das wüsste … Aber Geheimdienste tun eben mal Sachen, die geheim sind. Und wenn man sich die Zahlen ansieht, wie groß und gut ausgestattet besonders die amerikanischen sind, dann kann man sich schon fragen, was so viele Menschen und Computer den ganzen Tag machen. Und nachts erst recht …

„Schatz, was macht eigentlich dieser Lieferwagen mit dem TV-Service-Schriftzug, der da seit vorgestern vor dem Haus steht?“

Wie viel Spaß hat es gemacht, einen adeligen doktortitellosen Verteidigungsminister mit medialer Geltungssucht für Deinen Thriller neu zu erfinden?

Ach, gibt’s da eine Vorlage?

Das war mir nicht bekannt. Mein Ehrenwort! Nicht, dass jetzt jemand behauptet, ich hätte den irgendwo abgeschrieben. Und wenn, dann sorry, aber der Roman war auf so unendlich vielen USB-Sticks gespeichert … und dann der „Spagat zwischen Privatleben und Familie… (siehe Fußnote 1)

Warst Du im Rahmen Deiner Recherchen an all den Orten auf der Zugspitze, die im Roman eine Rolle spielen? Insbesondere das Kammhotel ist hier von Interesse, da selbst gewiefte Bergsteiger nicht wissen wo es ist, und dass es existiert.

Alle Orte habe ich besichtigt. Und nicht nur einmal. Ich bin sogar die Dammkarabfahrt, die nur eine Nebenrolle spielt, vollkommen untrainiert mit den Ski und Fellen hinaufgestiefelt und abgefahren. Im Bruchharsch.

Und, bitte: Das Kammhotel existiert! Es befindet sich dort, wo die erste Bergstation von Tiroler Seite aus endete, und ist von der heutigen Tiroler Bergstation aus sehr gut zu sehen. Wenn man über die Wiener-Neustädter-Hütte aufsteigt, kommt man an ihm vorbei. Allerdings habe ich es nur von außen gesehen denn es ist unter Umständen einsturzgefährdet und gut vernagelt.

Dort einzubrechen wäre zumindest illegal. Hier sind Fotos:

Das Kammhotel – es existiert wirklich…

Die einzige Ausnahme: Eine Begehung der großen Zugspitzhöhle, die beim Bau des Rosi-Tunnels angeschnitten wurde, steht noch aus. Ein Höhlenspezialist aus Garmisch, der mir bei meinen Recherchen sehr geholfen hat, möchte mich bei der Erstbegehung mitnehmen. So lang konnte ich aber für das Buch nicht warten. Und da die Verbindung der Höhle zu den anderen Tunneln und Stollen eine reine Erfindung von mir ist, war das auch nicht nötig. Ich weiß, wie es in Karsthöhlen aussieht, denn als ich noch jung und schlank war, habe ich die bekannten Höhlen des Estergebirges öfters befahren, beispielsweise die Frickenhöhle oder das Angerlloch.

Und zum guten Ende: Welche Frage würdest Du in einem Interview gerne mal beantworten? Einziges Problem: Man hat sie Dir noch nie gestellt!

Wie schaffen Sie es, reich zu sein und sexy zu bleiben?

Fußnote 1: Asül, Django: Nockherberg-Fastenrede 2007

Unser Fazit zu „Kreuzzug“ von Marc Ritter

Literatwo hat diesen hochalpinen Terrorthriller auf Herz und Nieren geprüft. Schon beim Lesen der Druckfahne wurden uns von der erfahrenen Bergsteigerin und Skitourengeherin Silvia Sauerwein Begriffe, wie zum Beispiel Seilbremse nicht nur theoretisch erklärt. So ist es zu erklären, dass Silvia das Buch quasi zum gleichen Zeitpunkt mitlesen konnte. Ortskundig und alpin mehr als routiniert, kam auch sie zu dem Ergebnis, dass wir hier einen perfekten Roman vor uns haben. Weder in Plausibilität, noch in Handlung oder Protagonisten konnten Widersprüche ausgemacht werden. Die Sogwirkung war enorm und blieb bis zum Ende durchgängig erhalten.

Einhellig: alle Daumen zeigen nach oben! Und Silvia freut sich darauf, am Samstag den 03.03.2012 live dabei sein zu können, wenn Marc Ritter seinen Politthriller in Garmisch – Partenkirchen präsentiert. Wir haben es sozusagen mit einem literarisch alpin doppelt geprüften Meisterwerk zu tun, das man mehr als empfehlen kann.

Literatwo freut sich riesig auf den Lesungsbericht auf Silvias Alpin- und Expeditionsblog erlebnisabenteuerundmehr. Die Gewinner der beiden Bücher werden am Freitag bekanntgegeben und können sich dann auf das Spannendste freuen, das auf diesem Gebiet gerade zu haben ist.

Hier findet ihr mehr zur Lesung von Marc Ritter…

Kreuzzug – Dieses Attentat ist der absolute Gipfel!

Kreuzzug - Marc Ritter

Kreuzzug – Marc Ritter

Was für ein traumhafter Tag.

Der 6. Januar 2012 – Heilige Drei Könige – Feiertag in Bayern – bestes Ausflugswetter und wir machen uns auf den Weg zur Zugspitze. Diesen einmaligen Panoramablick muss man zumindest einmal im Leben gesehen haben. Ganz schön viel los heute… war ja irgendwie klar und wir müssen uns aufteilen. Einige fahren mit der Zugspitzbahn über Zahnräder durch Tunnelsysteme zum Gipfel, wir nehmen die kleine Seilbahn vom Eibsee aus. Die wesentlich größere Seilbahn führt von Österreich auf die Zugspitze, aber das ist uns zu weit.

Ein Traum, endlich auf dem Gipfel angekommen zu sein… diesen Traum träumen wir mit weiteren 5000 Touristen. Der Alltagsstress fällt von uns ab und die Fernsicht veredelt den Tag. Doch irgendwas ist seltsam. Die Zahnradbahn kommt einfach nicht an und irgendwie bekommt man das Gefühl, dass inmitten der Touristen aus allen Ländern Unruhe ausbricht. Smartphones verbreiten schnell die Nachricht von einem Unglück der Zugspitzbahn, Newsticker sprechen von mehreren Sprengungen an einem Tunnel, einem eingeschlossenen Zug und wir warten vergeblich auf unsere Freunde.

Die Stimmung kippt hier oben.

Hubschrauber kreisen über dem Zugspitzplatt. Das glänzende Logo von RTL beunruhigt weniger, aber Bundeswehrhubschrauber des Typs Bell-UH-1D muten seltsam an. Und dann passiert alles gleichzeitig. Die letzten News die noch empfangen werden können sprechen von Attentat und islamistischem Terror im Tunnel, bevor alle Handynetze versagen.

Aus einem der gelandeten Hubschrauber steigen Prominente – der medienverliebte deutsche Verteidigungsminister samt gestylter Ehefrau, der Ministerpräsident Bayerns und dieser J.F. Körner – das TopAss der deutschen Talkmaster inklusive Filmcrew. Was geht denn hier? Die wollen doch nicht vom Gipfel aus auf Sendung gehen?

Deutsche Soldaten tauchen auf – Gebirgsjäger – bewaffnet. Doch eigentlich ein absolutes NoGo… – das hier ist doch kein Krieg. Alles wirkt wie ein Traum und dann geschieht die nächste Katastrophe. Die größte Seilbahn zum Gipfel wird gesprengt und wir sitzen in der Falle.

5000 Touristen auf dem höchsten Berg Deutschlands – 200 im Tunnel und auch der adelige Verteidigungsminister entkommt nicht mehr. Sein Hubschrauber geht in Flammen auf kurz bevor er flüchten möchte. Alle in der Hand von…. Ja… von wem eigentlich? Terroristen – das scheint klar, im Berg und hier oben… aber mehr wissen wir nicht. Jetzt bekommen wir es mit der Angst zu tun… wirklich…

Das Gipfelkreuz der Zugspitze heiß umkämpft – Kreuzzug – Marc Ritter

Und über allem strahlt das goldfarbene Gipfelkreuz
majestätisch über das ahnungslose Land…

Gut nur, dass wir nicht alleine sind…. Aber wer ist bei uns…?

Der Autor Marc Ritter lässt weder seine Leser noch seine Opfer alleine – keine Sorge. Inmitten des alpinen Albtraumszenarios agieren seine Akteure so routiniert, wie man es sich von Rettern in der Not erhofft. Thien Hung Baumgartner, ein „typischer“ Partenkrirchner mit asiatischem Einschlag, der bewaffnet mit seiner tödlichen Nikon-Profikamera in der eingesprengten Zahnradbahn sitzt und nach Auswegen sucht. Sandra Thaler, seine ehemalige Freundin, die exklusiv für ein Nachrichtenmagazin Bilder von der Zugspitze liefern soll. Einziges Problem – die Powerfrau muss mit Tourenskiern zu Fuß auf den Berg. Und schließlich der Gebirgsjäger Markus Denninger, der inmitten der Attentäter auf alles trifft, auf das er in seinem Leben nicht zu treffen gehofft hat. Amerikanische Geheimdienstler, pseudo-islamistische top-vorbereitete Terroristen aus Bolivien und seinen eigenen Verteidigungsminister. Genau die richtige Kragenweite für einen Elitesoldaten.

Ritter legt mit „Kreuzzug“ einen Terrorthriller vor, der jenseits jeglichen Klischees durch perfekte Charakterzeichnung, atemlos spannende Dramaturgie und eine Szenerie in Hochglanzformat besticht. Wer atemlose Spannung, greifbare Protagonisten und ein Feuerwerk an Überraschungen liebt, dem sei „Kreuzzug“ ans Herz gelegt.

Intelligent geschrieben, stellt der Thriller starke Frauen in starken Positionen in den Mittelpunkt, macht aus Elitesoldaten keine pathetischen Helden und lässt uns alle über die wahren Machenschaften aller Geheimdienste spekulieren. Wer letztlich einen liebgewonnenen tragischen doktortitellosen Medienhelden in der Rolle des Verteidigungsministers in einem Thriller ganz neu erleben möchte – Marc Ritter hat K. Theodor. z. G., dem Politiker im italienischen Designeranzug ein kleines literarisches Denkmal gesetzt… rein zufällig natürlich. Ehrenwort.

Was der Autor Marc Ritter selbst zu Terrorismus, seine Heimat und dem adeligen Minister sagt, könnt ihr morgen in unserem Exklusivinterview erfahren: Marc Ritter meets Literatwo… angeseilt und mit Lawinensuchgerät ausgestattet… Besser wird es sein! 

Zu dieser Buchbesprechung haben wir die besondere Ehre, auf unserer funkelnagelneuen Facebookseite eine besondere Aktion präsentieren zu können. Besucht uns unter

http://www.facebook.com/Literatwo,

drückt einfach den „Gefällt mir“-Button und beantwortet die Frage zu „Kreuzzug“.

Sie hat mit dem Interview zu tun, das am Mittwoch veröffentlicht wird. Unter allen Kommentaren zur Frage verlosen wir zwei signierte Exemplare des hochexplosiven Thrillers. Ihr könnt so lange teilnehmen, bis das Interview erschienen ist…. und das passiert am 28.02.2012 gegen 18:00 Uhr.

Die Bekanntgabe der beiden Gewinner erfolgt am 02. März… Viel Vergnügen dabei und herzlich willkommen auf unserer Seite!

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